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3. Liga  

Neue Krise bei Hansa: Vorstandschef Dahlmann tritt zurück

01.10.2015, 18:12 Uhr | dpa

Fußball - Neue Krise bei Hansa: Vorstandschef Dahlmann tritt zurück. Michael Dahlmann tritt bei Hansa Rostock zurück. (Quelle: imago/Margit Wild)

Michael Dahlmann tritt bei Hansa Rostock zurück. (Quelle: Margit Wild/imago)

Rostock (dpa) - Krise ist bei Hansa Rostock schon Programm. Am 1. Oktober wurde beim einstigen ostdeutschen Vorzeigeclub ein neues Kapitel geschrieben. Die Nähe zur extremen Fanszene und eine Anzeige wegen des Verdachts der Untreue kosteten dem Vorstandsvorsitzenden Michael Dahlmann den Job.

Der 37-Jährige trat zurück. "Ich wünsche mir, dass die Fans meine Entscheidung respektieren und im Spiel gegen Dynamo Dresden unsere Mannschaft friedlich und gewaltfrei unterstützen", erklärte Dahlmann in einer Pressemitteilung des Vereins nach seinem Rücktritt. 

Gegen Dahlmann, der das Amt im Februar 2013 übernommen hatte, ermittelt die Staatsanwaltschaft Rostock. "Es liegt eine Anzeige wegen Untreue am Vereinsvermögen vor", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Harald Nowack. Bis zur Bestellung des neuen Vorstandes werden satzungsgemäß die Geschäfte durch die beiden verbliebenen Vorstandsmitglieder Rainer Friedrich und Constanze Steinke kommissarisch weitergeführt.

Hansa Rostocks neuer Investor Rolf Elgeti bedauerte den Abgang Dahlmanns. "Ich respektiere das und kann es menschlich nachvollziehen, finde es persönlich aber sehr schade", sagte er dem Sender NDR 1 Radio MV. An seinem Engagement im Verein werde sich aber nichts ändern. "Ich werde zu allem stehen, was ich gesagt habe", versicherte der 38 Jahre alte Finanzexperte, der Hansa im Frühjahr mit einem millionenschweren Kredit vor der Insolvenz bewahrte.

Am Donnerstag berichteten mehrere Medien übereinstimmend Details über Dahlmanns Nähe zur extremen Fanszene. Dem NDR und der "Ostsee-Zeitung" liegen E-Mails und Belege vor, die dokumentieren, dass sich Dahlmann sogar in Strategiefragen mit der Führung der Ultras beraten habe. "Ich bin entsetzt", sagte der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Uwe Neumann der "Ostsee-Zeitung".

"Die aktuell veröffentlichten Unterlagen aus dem Innenleben des Vereins FC Hansa Rostock offenbaren eine erschreckende Nähe des Vorstandsvorsitzenden Michael Dahlmann zu den sogenannten Ultras. Die seitens der Polizei immer wieder gehegten und geäußerten Befürchtungen sind damit noch deutlich übertroffen worden", sagte Rostocks Polizeipräsident Thomas Laum.

Auch Innen- und Sportminister Lorenz Caffier (CDU) äußerte sich besorgt. Er kritisierte eine mangelnde Bereitschaft, sich von gewalttätigen Vereinsmitgliedern zu trennen und konsequent gegen Pyrotechnik und Rassismus vorzugehen. "Der FC Hansa Rostock war Jahrzehnte lang der Leuchtturm des Sports und weit mehr als nur ein Aushängeschild Mecklenburg-Vorpommerns. Davon ist der Verein zur Zeit meilenweit entfernt", konstatierte Caffier.

Hansa-Investor Elgeti soll im Juli dem Aufsichtsrat angeboten haben, auf acht Millionen Euro seiner Forderungen (insgesamt 20 Millionen) zu verzichten, wenn der Aufsichtsrat den 2016 auslaufenden Vertrag mit Dahlmann vorzeitig um ein weiteres Jahr verlängert hätte. Das Gremium lehnte aber ab. Das bestätigte Dahlmanns Anwalt Peter-Michael Diestel, von 1994 bis 1997 Hansa-Präsident, der "Bild-Zeitung". Entgegen seinen wiederholten Erklärungen, kein Amt im Verein anstreben zu wollen, wird Elgeti am 1. November auf der Mitgliederversammlung nun doch für den Aufsichtsrat kandidieren.

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