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FIFA-Ethikkommission sperrt Sepp Blatter und Michel Platini

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FIFA-Ethikkommission sperrt Blatter und Platini

08.10.2015, 15:33 Uhr | sid, dpa

FIFA-Ethikkommission sperrt Sepp Blatter und Michel Platini. UEFA-Boss Michel-Platini und FIFA-Präsident Sepp Blatter müssen ihre Ämter ruhen lassen. (Quelle: dpa)

UEFA-Boss Michel-Platini und FIFA-Präsident Sepp Blatter müssen ihre Ämter ruhen lassen. (Quelle: dpa)

Paukenschlag bei der FIFA: Die Ethikkommission des Fußball-Weltverbandes suspendierte nicht nur wie erwartet Präsident Sepp Blatter. Auch FIFA-Vizepräsident Michel Platini (Frankreich), in Personalunion Chef der Europäischen Fußball-Union (UEFA), darf zunächst 90 Tage an keiner Fußball-Aktivität teilnehmen.

Die Sanktionen sind Resultate der Ermittlungen der Ethik-Untersuchungskammer unter Vorsitz des deutschen Richters Hans-Joachim Eckert, detaillierte Gründe darf das Gremium nicht veröffentlichen. Die Sperre kann laut FIFA um bis zu 45 Tage verlängert werden.

Verdacht der "ungetreuen Geschäftsbesorgung"

Die Schweizer Bundesanwaltschaft hatte vor zwei Wochen ein Strafverfahren gegen Blatter unter anderem wegen des Verdachts der "ungetreuen Geschäftsbesorgung" eingeleitet. Im Kern geht es um eine Millionen-Zahlung an Platini und TV-Geschäfte mit dem früheren FIFA-Vize Jack Warner, der WM-Rechte für die Karibik für 600.000 Dollar und damit deutlich unter dem Marktwert erhalten haben soll.

Platini hatte für Dienste zwischen Januar 1999 und Juni 2002 erst knapp neun Jahre später von der FIFA zwei Millionen Schweizer Franken erhalten. 2011 unterstützten die UEFA-Verbände unter der Führung von Platini den Schweizer im Wahlkampf gegen den Katarer Mohamed bin Hammam. Platini wurde von der Schweizer Bundesanwaltschaft als Auskunftsperson vernommen.

Platinis Traum droht zu platzen

Noch wenige Stunden zuvor hatte Platini bekannt gegeben, dass er die Briefe mit der Unterstützung, "die ich für meine Kandidatur als FIFA-Präsident benötige", abgeschickt habe. Der Franzose wollte Blatter beerben, der am 2. Juni nach heftiger weltweiter Kritik nach seiner erneuten Wiederwahl die Konsequenzen gezogen und seinen Rücktritt für den 26. Februar 2016 angekündigt hatte.

Mit der Sanktion ist der 60-Jährige noch nicht automatisch aus dem Rennen als FIFA-Chef. Allerdings müsste er eine Prüfung durch die Wahlkommission überstehen - schwer vorstellbar, dass dies als suspendierter Präsident der Europäischen Fußball-Union gelingen würde. Die schriftliche Unterstützung von mindestens fünf FIFA-Mitgliedsländern muss bis zum 26. Oktober, vier Monate vor dem Wahlkongress, eingereicht werden. Bei der UEFA wird Platini satzungsgemäß vorläufig vom Spanier Ángel María Villar als Chef vertreten.

Auch Valcke und Chung gesperrt

Der bereits von der FIFA gesperrte Generalsekretär Jerome Valcke wurde ebenfalls für 90 Tage aus dem Verkehr gezogen. Der ehemalige südkoreanische FIFA-Vize-Präsident Chung Mong-Joon wurde für sechs Jahre suspendiert. Er muss zudem 100.000 Schweizer Franken als Strafe bezahlen. Auch Chung wollte sich um die Blatter-Nachfolge bewerben.

Den FIFA-Statuten gemäß übernimmt FIFA-Vizepräsident Issa Hayatou interimsweise Blatters Amtsgeschäfte. Allerdings steht der Kameruner selbst unter Korruptionsverdacht und gilt als gesundheitlich angeschlagen. Notwendige Anstöße zu einem Wandel sind von ihm nicht zu erwarten.

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