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DFB-Boss als Platini-Nachfolger?  

Johansson: "Niersbach sollte UEFA-Präsident werden"

14.10.2015, 10:58 Uhr | sid

Johansson: "Niersbach sollte UEFA-Präsident werden". Wolfgang Niersbach wird als heißer Kandidat genannt. (Quelle: imago/Hübner)

Wolfgang Niersbach wird als heißer Kandidat genannt. (Quelle: Hübner/imago)

Deutliche Worte des langjährigen UEFA-Präsidenten Lennart Johansson: Der 85-Jährige setzt sich für DFB-Chef Wolfgang Niersbach als neuen Boss der Europäischen Fußball-Union und Nachfolger von Michel Platini ein.

Dem Franzosen, der ihn 2007 als UEFA-Präsidenten ablöste, wirft der Schwede Bestechlichkeit vor.

"Ich habe Wolfgang Niersbach vorgeschlagen, für die Präsidentschaft der UEFA zu kandidieren. Niersbach sollte UEFA-Präsident werden", sagte Johansson der "Sport Bild".

"Niersbach wäre hervorragend"

Allerdings habe Niersbach gesagt, "dass er das nicht möchte. Das ist schade. Niersbach leitet sehr erfolgreich mit dem DFB den wahrscheinlich wichtigsten Verband der Welt. Er wäre als UEFA-Präsident ein hervorragender Mann", so Johansson.

Ganz im Gegensatz zu Platini, findet der Schwede. Johannsson hält seinen Nachfolger, der aufgrund einer unerklärten Zahlung von zwei Millionen Euro durch die FIFA für angebliche Beraterdienste von der Ethikkommission des Weltverbands für 90 Tage gesperrt wurde, für bestechlich.

"Es muss so sein", antwortete Johansson bei "insideworldfootball.com" auf die Frage, ob die zwei Millionen Euro als Bestechungsgelder vom ebenfalls suspendierten FIFA-Präsidenten Joseph S. Blatter an Platini angesehen werden müssen: "Das ist exakt das, worauf es hindeutet. Warum sollte er zu diesem Zeitpunkt Geld erhalten haben - ohne dem UEFA-Exekutivkomitee darüber zu berichten?"

Platini verzichtete auf Kampfkandidatur

Platini hatte das Geld im Jahr 2011 erhalten - kurz bevor er auf eine Kampfkandidatur gegen Blatter um den FIFA-Chefposten verzichtete. Johansson erklärte, dass er weder als Exekutivmitglied bei der FIFA noch bei der UEFA von den Zahlungen an Platini gehört habe. Laut des UEFA-Ehrenpräsidenten hätten weder Blatter noch Platini den Gremien davon berichtet.

Nach Ansicht Johanssons sollte Blatter aber noch nicht abgeschrieben werden: "Es ist eine Tragödie, wie der wichtigste Sport der Welt gerade geführt wird. Aber Sepp Blatter ist clever. Er wird alles versuchen, dass sein Nachfolger ein Mann seiner Wünsche ist. Dafür setzt er auf seine Unterstützer, die er vor allem in Asien und Afrika noch immer hat."

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