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Skandal um WM 2006: Radmann bestreitet Korruption vehement

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Skandal um WM 2006  

Beckenbauer-Vertrauter: "Wir haben keine Stimmen gekauft"

17.10.2015, 15:14 Uhr | sid

Skandal um WM 2006: Radmann bestreitet Korruption vehement. Fedor Radmann (li.) und Franz Beckenbauer bei einem FIFA-Kongress im Jahr 2010.  (Quelle: imago/Ulmer)

Fedor Radmann (li.) und Franz Beckenbauer bei einem FIFA-Kongress im Jahr 2010. (Quelle: Ulmer/imago)

Der ehemalige Vize-Präsident des deutschen Organisationskomitees der Weltmeisterschaft 2006, Fedor Radmann, hat Korruption im Zusammenhang mit der Vergabe der Endrunde vor neun Jahren vehement bestritten. 

"Das Bewerbungskomitee hat niemals irgendjemanden bestochen. Ich bin bereit, dies sogar zu beeiden. Wir haben keine Stimmen gekauft", sagte der 71-Jährige bei Sky Sport News HD.

Auch DFB-Präsident Wolfgang Niersbach bestreitet die Vorwürfe vehement: "Das kann ich absolut und kategorisch ausschließen. Ich kann versichern, dass es im Zusammenhang mit der Bewerbung und Vergabe der WM 2006 definitiv keine 'Schwarzen Kassen' beim DFB, dem Bewerbungskomitee noch dem späteren Organisationskomitee gegeben hat", sagte der 64-Jährige "dfb.de".

Einen Stimmenkauf schloss Niersbach kategorisch aus: "Das kann ich allen Fußball-Fans versichern. Auch der Spiegel hat dafür keine Beweise genannt, sondern beruft sich letztlich auf ein angebliches, von einer anonymen Quelle kolportiertes Zitat von Günter Netzer, das der bereits im gleichen Artikel vehement bestritten hat. Nochmal: die WM war nicht gekauft."

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Langjähriger Vertrauter von Beckenbauer

Radmann ist ein langjähriger Vertrauter von Franz Beckenbauer, damals Chef des deutschen OK für die WM 2006. Zusammen mit dem "Kaiser" unternahm er im Vorfeld der WM-Vergabe Reisen in zahlreiche Länder, um auf Stimmenfang für die deutsche Bewerbung zu gehen.

Am Ende setzte sich die Kandidatur des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bei der Abstimmung im Exekutivkomitee des Weltverbandes FIFA am 6. Juli 2000 in Zürich mit 12:11 Stimmen hauchdünn gegen den letzten verbliebenen Rivalen Südafrika durch.

Der Neuseeländer Charles Dempsey hatte sich am Ende der Stimme enthalten, aber eigentlich Deutschland seine Stimme zugesagt. Bei Stimmengleichheit hätte das Votum des damaligen FIFA-Präsidenten Joseph Blatter den Ausschlag gegeben. Der Schweizer hatte keinen Hehl daraus gemacht, die Kandidatur Südafrikas zu unterstützen. Die Kap-Republik wurde dann 2010 WM-Gastgeber.

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