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Nach Untreue-Vorwürfen  

DFB prüft keine Anzeige gegen Ex-Boss Zwanziger

20.10.2015, 17:14 Uhr | dpa, sid

DFB prüft keine Anzeige gegen Ex-Boss Zwanziger . WM-Vergabe 2006: Theo Zwanziger äußert Zweifel an der internen DFB-Aufarbeitung.  (Quelle: dpa)

WM-Vergabe 2006: Theo Zwanziger äußert Zweifel an der internen DFB-Aufarbeitung. (Quelle: dpa)

Dementi vom Verband: Der Deutsche Fußball-Bund prüft derzeit keine mögliche Anzeige gegen seinen ehemaligen Präsidenten Theo Zwanziger.

"Die heute über die Medien verbreitete Meldung, wonach der DFB eine mögliche Anzeige gegen den ehemaligen Verbandspräsidenten Dr. Theo Zwanziger prüfe, ist falsch und entbehrt jeder Grundlage", sagte Vize-Präsident Rainer Koch, der beim DFB für Rechtsfragen zuständig ist.

"SZ": Infos aus "Führungszirkel" des DFB

Die "Süddeutsche Zeitung" hatte zuvor berichtet, dass der Verband im Zuge der Diskussionen um die Überweisung von 6,7 Millionen Euro auf ein Konto des Weltverbandes FIFA eine Anzeige wegen des Verdachts der Untreue gegen Zwanziger. Dabei hatte sich die "SZ" auf Informationen aus dem "Führungszirkel des DFB" berufen.

Wirtschaftskanzlei untersucht den Fall

Koch verwies lediglich auf die externe Untersuchung einer Wirtschaftskanzlei und die interne Prüfung des Kontrollausschusses beim DFB. "Weitere Entscheidungen des DFB-Präsidiums können erst nach Vorliegen von Untersuchungsergebnissen erfolgen", sagte Koch.

DFB-Mediendirektor kritisiert Zwanziger

Zwanziger hatte zuvor Zweifel am Aufklärungswillen von Niersbach geäußert. Zudem erklärte der 70-Jährige, er bitte Niersbach bereits seit drei Jahren um Aufklärung.

Dies wies DFB-Mediendirektor Ralf Köttker in der "Bild"-Zeitung entschieden zurück. Köttker sieht vielmehr Zwanziger selbst in der Pflicht. "Wenn es aus der Sicht von Dr. Zwanziger etwas aufzuklären gab, dann stellt sich die Frage, warum er es nicht in seiner Amtszeit als Präsident gemacht hat. Zumal er im OK für die Finanzen zuständig war."

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