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Franz Beckenbauer im Visier: Der Fifa droht Enthüllungswelle

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Ethikkommission veröffentlicht Verfahren  

Beckenbauer droht neuer FIFA-Ärger

21.10.2015, 12:05 Uhr | sid, t-online.de

Franz Beckenbauer im Visier: Der Fifa droht Enthüllungswelle. Franz Beckenbauer muss neue Enthüllungen fürchten.  (Quelle: imago/VI Images)

Franz Beckenbauer muss neue Enthüllungen fürchten. (Quelle: VI Images/imago)

Der FIFA droht die nächste Enthüllungswelle. Mit neu errungenen Befugnissen will die unabhängige Ethikkommission heute über "anhängige Verfahren" gegen einzelne Funktionäre informieren. Damit werden auch die Ermittlungen gegen Franz Beckenbauer  wieder in den Fokus rücken.

Zuvor hat das Exekutivkomitee (Exko) des Weltverbandes die Verschwiegenheitsklausel für die Ethikhüter gekippt, die zuvor über keinerlei laufende Ermittlungen Auskunft geben durften.

Die Ankündigung, dass man nun "die Eröffnung von Verfahren gegen führende Repräsentanten des Weltfußballs bestätigen" könne, dürfte bei diesen für unruhige Stunden sorgen. Vor dem Gang an die Öffentlichkeit sollen die Betroffenen selbst informiert werden, teilten die Ethikhüter um Chef-Ermittler Cornel Borbely und Hans-Joachim Eckert, Vorsitzender der rechtsprechenden Kammer, weiter mit.

Wer steht noch auf der Liste?

Die Nachrichtenagentur AP hatte zuletzt berichtet, dass gegen den Spanier Angel Maria Villar Llona - Vizepräsident der FIFA und UEFA - ermittelt werde. Die Untersuchungen sollen im Zusammenhang mit den skandalträchtigen Vergaben der Weltmeisterschaften 2018 an Russland und 2022 an Katar stehen. Nach der 90-Tage-Sperre gegen Michel Platini ist Villar Llona aktuell de facto der höchste amtierende Funktionär der Europäischen Fußball-Union.

Beckenbauer im Visier

Ende Mai hatte die Ethikkommission zudem bestätigt, dass noch ein Verfahren gegen Franz Beckenbauer laufe. Dieser hatte wie alle Mitglieder des FIFA-Exekutivkomitees, die bei den WM-Vergaben im Dezember 2010 beteiligt gewesen waren, vor den Ermittlern der Kommission aussagen müssen.

Bei der Befragung Beckenbauers ging es also nicht um die WM 2006, sondern die skandalumwitterte WM-Vergabe an Russland 2018 und Katar 2022. Der 70-Jährige hatte im Frühjahr einen Fragebogen der Ethikkommission unbeantwortet zurückgeschickt, weil dieser auf Englisch verfasst war. 

Die FIFA sperrte den "Kaiser" für 90 Tage, weil er seiner Informationspflicht nicht nachgekommen war. Deshalb konnte Beckenbauer auch nicht zur WM in Brasilien reisen. Schlussendlich schickte er noch seine Antworten an die FIFA. Gut möglich, dass heute neue Details zum Verfahren gegen ihn bekannt werden. Die "Bild" spekuliert gar über eine neuerliche Sperre gegen Beckenbauer, weil der Kommission die Antworten Beckenbauers nicht genügen. 


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