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DFB-Skandal: Zwanziger bezichtigt Niersbach der Lüge!

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Angriff auf Niersbach  

Zwanziger bezichtigt Niersbach der Lüge - Es gab "eindeutig eine schwarze Kasse"

23.10.2015, 16:40 Uhr | dpa

DFB-Skandal: Zwanziger bezichtigt Niersbach der Lüge!. Der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger (li.) und sein Nachfolger Wolfgang Niersbach. (Quelle: dpa)

Der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger (li.) und sein Nachfolger Wolfgang Niersbach. (Quelle: dpa)

Theo Zwanziger hat in der WM-Affäre DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach der Lüge bezichtigt. "Es ist eindeutig, dass es eine schwarze Kasse in der deutschen WM-Bewerbung gab", sagte der frühere Chef des DFB, ab 2003 Vize für Finanzen im WM-OK für 2006, dem Nachrichtenmagazin "Spiegel".

Laut Zwanziger ist es "ebenso klar, dass der heutige DFB-Präsident davon nicht erst seit ein paar Wochen weiß, wie er behauptet, sondern schon seit mindestens 2005. So wie ich das sehe, lügt Niersbach."

Telefonat mit Horst R. Schmidt

Zwanzigers Amtsnachfolger hatte zuvor während einer Pressekonferenz erneut beteuert, es habe im Zuge der WM-Vergabe weder Stimmenkauf noch eine schwarze Kasse gegeben. Am gleichen Tag hatte der frühere DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt mitgeteilt, dass das gesamte OK im Jahr 2004 Kenntnis von einer Millionenzahlung im Namen des Gremiums an die FIFA gehabt habe.

Zudem hat Zwanziger laut "Spiegel" am vergangenen Dienstag mit Schmidt ein Telefonat geführt, von dem ein Gedächtnisprotokoll vorliegt. Auf die Frage Zwanzigers, wohin die Dreyfus-Millionen geflossen seien, soll Schmidt den Namen Mohamed Bin Hammam genannt haben.

Geld soll an Bin Hammam gegangen sein

Der Katarer war von August 2002 bis zu seiner lebenslangen Sperre 2011 wegen Korruption Chef der asiatischen Fußball-Konföderation AFC, galt aber bereits in den vorherigen Jahren als einflussreicher Strippenzieher im Weltverband. Die asiatischen Stimmen waren bei der WM-Vergabe im Jahr 2000 ausschlaggebend für den Zuschlag an Deutschland.

Laut "Spiegel" hat Zwanziger durch seinen Anwalt in einem Gutachten überprüfen lassen, ob er sich als ehemaliger DFB-Präsident strafbar gemacht haben könnte, als er 2005 eine 6,7-Millionen-Euro-Zahlung an die FIFA freizeichnete, die mutmaßlich an Robert Louis-Dreyfus weitergeleitet wurde.

DFB-Spitze stellte sich zuvor hinter Niersbach

Kurz bevor der Spiegel die Zwanziger-Aussage veröffentliche, hatte das DFB-Führungsgremium laut einer Verbandsmitteilung nach einem Treffen in Dortmund bekräftigt, "mit seinem Präsidenten Wolfgang Niersbach an der Spitze den eingeschlagenen Weg der umfassenden, lückenlosen Aufklärung aller Vorwürfe im Zusammenhang mit der WM 2006 konsequent weiterzuverfolgen". Der DFB gab außerdem bekannt, dass eine extern eingeschaltete Kanzlei beauftragt wurde, "ihre Prüfung auf die Einbeziehung der FIFA auszuweiten".

Präsidiumsmitglied und Liga-Präsident Reinhard Rauball betonte zwar ausdrücklich das absolute Vertrauen in Niersbach, stellte in der DFB-Mitteilung allerdings die Prioritäten des Verbandes eindeutig klar: "Es ist für den gesamten deutschen Fußball unerlässlich, dass die ganze Wahrheit ans Licht kommt, auch wenn sie zu schmerzhaften Erkenntnissen führen sollte."

Rauball: "Lieber Wahrheit in Kauf nehmen"

Der Jurist verdeutlichte in Interviews nach der gut dreistündigen Sitzung in einem Dortmunder Hotel seinen Anspruch auf Klarheit: "Nichts ist schlimmer, als dass ein Eindruck bleibt, dass etwas unter den Teppich gekehrt werden soll. Dann nehmen wir lieber die Wahrheit in Kauf, auch wenn sie schmerzhaft ist. Dass lückenlos aufgeklärt wird, ist das Wichtigste, auch für den Fall, dass es unangenehm wird für die einen oder anderen Personen oder Beteiligten."

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