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Schmidt widerspricht Zwanziger: "Weiß nicht, wer das Geld bekommen hat"

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Hinterlistige Vorgehensweise  

Schmidt widerspricht Zwanziger: "Weiß nicht, wer das Geld bekommen hat"

24.10.2015, 14:55 Uhr | t-online.de, sid

 Schmidt widerspricht Zwanziger: "Weiß nicht, wer das Geld bekommen hat". Die OK-Mitglieder Theo Zwanziger (li.) und Horst R. Schmidt beim Neujahrsempfang 2006. (Quelle: imago/Schüler)

Die OK-Mitglieder Theo Zwanziger (li.) und Horst R. Schmidt beim Neujahrsempfang 2006. (Quelle: Schüler/imago)

Der WM-Skandal geht in die nächste Runde: An den Behauptungen des früheren DFB-Präsidenten Theo Zwanziger zur Affäre um die Organisation der WM 2006 kommen erste Zweifel auf.

Der frühere OK-Vizepräsident Horst R. Schmidt widersprach der Darstellung des "Spiegel".

In dem Bericht heißt es unter Berufung auf ein Gedächtnisprotokoll Zwanzigers zu einem Telefonat mit Schmidt, er habe den Katarer Mohammed Bin Hammam als Empfänger einer 2002 vom früheren Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus im Namen des OK getätigten Millionen-Überweisung genannt.

WM-Affäre 
DFB-Präsident Niersbach stellt sich der Presse

In der DFB Zentrale in Frankfurt versuchte er, die dubiosen Zahlungen an die Fifa zu erklären. Video

"Der Name Bin Hammam ist möglicherweise gefallen. Aber ich werde nicht behaupten, dass er der Empfänger des Geldes ist. Ich weiß es einfach nicht", sagte Schmidt der "Bild"-Zeitung.

Schmidt empört über Zwanzigers hinterlistige Vorgehensweise

Der frühere Generalsekretär des DFB empörte sich außerdem über Zwanzigers hinterlistige Vorgehensweise: "Es ist ungeheuerlich, dass Theo Zwanziger den Inhalt eines privaten Telefonates an die Öffentlichkeit bringt."

Zwanziger hatte in der aktuellen "Spiegel"-Ausgabe als erster Hochkaräter aus der Riege der mit dem WM-Projekt befassten DFB-Funktionäre öffentlich eine Verbindung der erfolgreichen Bewerbung mit schwarzen Kassen hergestellt.

Allerdings ist der 70-Jährige, der 2005 die vermutliche Rückzahlung des Darlehens mit fingierten Gründen auf Umwegen über den Weltverband FIFA angewiesen hatte, einen Beleg für seine Aussage noch schuldig.

Zahlung als Sicherung eines Zuschusses

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hatte erklärt, dass Dreyfus 2002 für das damals noch mittellose OK gegen einen Schuldschein von WM-Chef Franz Beckenbauer 6,7 Millionen Euro an die FIFA überwiesen hatte. Die Zahlung sollte laut Niersbach der Sicherung eines späteren Zuschusses der FIFA zu den Organisationskomitees in Höhe von 170 Millionen Euro dienen.

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