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FIFA verlangte Afrika-Spende vom WM-OK

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"Süddeutsche" berichtet  

FIFA wollte 40 Millionen Euro vom WM-OK

24.10.2015, 16:37 Uhr | sid

FIFA verlangte Afrika-Spende vom WM-OK. Franz Beckenbauer (li.) soll nach Forderungen der FIFA im Jahr 2003 erbost gewesen sein.   (Quelle: imago/EQ Images)

Franz Beckenbauer (li.) soll nach Forderungen der FIFA im Jahr 2003 erbost gewesen sein. (Quelle: EQ Images/imago)

Die finanziellen Bedingungen des Weltverbandes FIFA für die Organisatoren der WM 2006 in Deutschland sind womöglich noch fragwürdiger als bislang angenommen.

Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet unter Berufung auf Akten der Bundesregierung und des Organisationskomitees, dass die FIFA 2003 unerwartet 40 Millionen Euro vom deutschen Organisationskomitee verlangt hat - 33 Millionen Euro für IT-Kosten und sieben Millionen Euro "zum Zeichen der deutschen Solidarität mit Afrika".

OK schaltet die Politik ein

Den SZ-Angaben zufolge löste die FIFA-Forderung von Ende Juni 2003 beim WM-OK große Verärgerung und letztlich auch die Einschaltung des Bundeskanzleramtes aus.

WM-Affäre 
DFB-Präsident Niersbach stellt sich der Presse

In der DFB Zentrale in Frankfurt versuchte er, die dubiosen Zahlungen an die Fifa zu erklären. Video

Letztlich kam Mitte August des gleichen Jahres nach Verhandlungen auch über den Rückkauf von diversen Rechten durch die künftigen WM-Gastgeber offenbar eine Einigung auf eine "Lizenzzahlung" von 20 Millionen Euro zustande - ohne neuerliche Erwähnung einer Afrika-Spende. Die Summe soll laut Bericht in den Jahren 2005 und 2006 in zwei Tranchen überwiesen worden sein.

Beckenbauer erbost

Wie die "SZ" mit Hinweis auf die Akten schreibt, soll WM-Chef Franz Beckenbauer die FIFA-Absicht mit Unmut als "einmaligen Vorgang" bezeichnet haben. In einem Entwurf einer Antwort an die FIFA haben die WM-Organisatoren außerdem auf "eine unzulässige Vermischung" mehrerer Kostenbereiche und "erhebliche EU-rechtliche Bedenken" hingewiesen.

Die gleichzeitige Einforderung des IT-Geldes und einer Solidaritätsabgabe für Afrika wurde demnach von den deutschen WM-Machern als "glatter Bruch des Organisationsabkommens" mit der FIFA bewertet. 

Insbesondere die verlangte "Afrika-Spende" rückt auch wieder die Methoden der FIFA in ein zweifelhaftes Licht. In seinem Brief an das deutsche OK begründete der Weltverband die Summe mit der "Sicherung von Know-How-Transfers für die WM 2010" in Südafrika. Die FIFA stellte darin ihre erste Teilforderung für den 1. Juli 2014 fällig.

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