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DFB-Skandal: Franz Beckenbauer sagt diese Woche aus

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In der WM-Affäre unter Zugzwang  

"Bild": Beckenbauer wird noch diese Woche aussagen

26.10.2015, 17:36 Uhr | dpa, sid

DFB-Skandal: Franz Beckenbauer sagt diese Woche aus. Die große Frage in der WM-Affäre: Was weiß Franz Beckenbauer? (Quelle: imago)

Die große Frage in der WM-Affäre: Was weiß Franz Beckenbauer? (Quelle: imago)

Franz Beckenbauer wird sich angeblich in der laufenden Woche zur Affäre um die WM 2006 äußern. Das berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf eigene Informationen.

Demnach ist seine Aussage bei den Ermittlern der Wirtschaftskanzlei Freshfield Bruckhaus Deringer, die der DFB zur Aufklärung der WM-Affäre eingeschaltet hat, offenbar bis Sonntag vorgesehen.

Druck durch Aussagen von Niersbach

WM-Bewerbungs- und Organisationschef Beckenbauer hatte die Korruptionsvorwürfe des "Spiegel" um ungeklärte Millionen-Zahlungen des Organisationskomitees für die WM bei der ersten Veröffentlichung zurückgewiesen.

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hatte sich zuletzt bei der Darstellung mutmaßlicher Wege von ominösen Millionen-Zahlungen auch des früheren "Adidas"-Chefs Robert Louis-Dreyfus ausschließlich auf Erinnerungen Beckenbauers gestützt.

Beckenbauer selbst kündigte danach an, sich zur WM-Affäre ausschließlich gegenüber den DFB-Ermittlern zu erklären und keine öffentlichen Stellungnahmen mehr abgeben zu wollen.

Stenger hält DFB-Darstellung für "unglaubwürdig"

Dass sich Niersbach nicht an Details erinnern könne, hat unterdessen der frühere Pressesprecher der Nationalmannschaft, Harald Stenger, öffentlich bezweifelt. "Das klingt unglaubwürdig", sagte er bei SKY90 und erklärte, dass Niersbach normalerweise ein "Zahlengenie" sei.

Eine Zukunft hat Niersbach laut Stenger wohl nicht mehr beim Dachverband. "Irgendwann wird es so sein, dass der Druck auf ihn so groß sein wird, dass ihm nichts anderes als der Rücktritt bleibt oder er als DFB-Präsident nicht mehr tragbar ist."

Das Präsidium steht hinter dem DFB-Boss

Niersbach kann sich allerdings nach wie vor der Unterstützung seines Präsidiums gewiss sein. "Es gab und gibt keine Rücktrittsforderungen, und niemand sucht beim DFB nach einem Nachfolger", sagte Vizepräsident Peter Frymuth der "Rheinischen Post".

Frymuth forderte allerdings den früheren OK-Chef Beckenbauer und auch Günter Netzer in der WM-Affäre zur Aufklärung auf. "Die Basis wünscht sich Antworten von ihren Idolen", sagte er.

Allgemein gestaltet sich die Arbeit der externen DFB-Prüfer nach Angaben des Blattes offenbar mühsam. Angeblich haben die Kanzlei-Mitarbeiter noch nicht sämtliche relevanten Unterlagen in den WM-Akten der DFB-Zentrale vorliegen.

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