Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Fussball >

Grünen-Politiker: Wolfgang Niersbach soll aufklären oder zurücktreten

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Forderung von Grünen-Politiker  

Niersbach soll aufklären oder zurücktreten

30.10.2015, 16:40 Uhr | sid, dpa

Grünen-Politiker: Wolfgang Niersbach soll aufklären oder zurücktreten. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach muss in der WM-Affäre noch viele Fragen beantworten. (Quelle: imago/Hübner)

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach muss in der WM-Affäre noch viele Fragen beantworten. (Quelle: Hübner/imago)

Nun macht auch die Politik in der Affäre um die WM 2006 Druck auf Wolfgang Niersbach. Der sportpolitische Sprecher von Bündnis90/Die Grünen Öczan Mutlu legte dem DFB-Präsidenten den Rücktritt nahe, sollte dieser die Vorwürfe nicht entkräften können.

"Wenn er nicht in der Lage ist, aufzuklären und die vielen Fragen zu beantworten, dann verhärtet sich der Verdacht, dass geschmiert wurde, dass es schwarze Kassen gab. Schlimmer geht es nicht! Der DFB muss sich dann fragen, ob so ein Präsident noch tragbar ist. Dann würde ich sagen: 'Herr Niersbach, machen Sie den Weg frei'", sagte Mutlu.

Auch Beckenbauer soll aussagen

Der Oppositionspolitiker sieht derzeit keinen Aufklärungsfortschritt. "Ich bin sehr enttäuscht. Innerhalb der letzten 14 Tage haben wir nicht mehr Licht ins Dunkel bekommen, sondern ist es pechschwarz geworden", kritisierte Mutlu.

Neben Niersbach, Theo Zwanziger und Günter Netzer will er auch WM-Chef Franz Beckenbauer zu Erläuterungen in den Sportausschuss einladen. "Wir hoffen, dass sie kommen und den Aufklärungswillen mit uns teilen", sagte Mutlu.

"Haben ein Recht auf Aufklärung"

Der Politiker machte drei Tage nach Niersbachs Absage für die angebotene Befragung im Sportausschuss keinen Hehl aus seiner Enttäuschung: "Er ist selbst schuld, wenn er die Chance nicht nutzt, im Bundestag Rede und Antwort zu stehen. Da sind auch Steuergelder investiert worden. Deshalb haben wir ein Recht auf Aufklärung und die Pflicht, dem nachzugehen."

Der DFB-Präsident hatte mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen im Verband durch externe Prüfer auf eine Reise nach Berlin zur nächsten Sitzung des Sportausschusses verzichtet.

Staatsanwaltschaft soll ermitteln

Auch deswegen sind für Mutlu offizielle Ermittlungen alternativlos: "Ich wünsche mir, dass die Staatsanwaltschaft baldigst Untersuchungen aufnimmt und die Ermittlungen aufnimmt. Denn wenn der Sport nicht von alleine in der Lage ist, das aufzuklären, wenn Schwarzgeldkonten vorhanden sind, muss die Staatsanwaltschaft ans Werk", sagte Mutlu dem ZDF-Morgenmagazin. Je mehr die Beteiligten wie der damalige WM-OK-Chef Franz Beckenbauer redeten, desto dubioser werde das Ganze. "Deshalb stinkt die Sache ganz schön mächtig."

Sein Wunsch nach einer Reaktion des für Sport zuständigen Bundesinnenministers Thomas de Maizière blieb ebenfalls bisher unerfüllt. Die Behörde teilte auf Anfrage mit, eine Stellungnahme des Ministers könne nicht übermittelt werden.

Freitag traut DFB-Aufklärung nicht

Auch die Vorsitzende des Bundestag-Sportausschusses forderte staatsanwaltschaftliche Ermittlungen. "Persönlich glaube ich, dass es nur zielführend ist, wenn sich staatliche Ermittler mit der Materie befassen", sagte die SPD-Politikerin Dagmar Freitag der "Mittelbayerischen Zeitung".

"Ich traue diese Aufklärung weder einer internen Kommission innerhalb des DFB noch der extern eingeschalteten Wirtschaftsprüfungskanzlei zu, zumal ja jetzt auch noch private Verbindungen zwischen einem Mitarbeiter dieser Kanzlei und einem führenden Vertreter des DFB bekanntgeworden sind."

FIFA pocht auf Antworten vom DFB

In der weiter verworrenen Situation um eine Millionen-Zahlung des WM-OK an die FIFA erwartet auch der Weltverband Antworten aus Frankfurt. "Die jüngsten Vorwürfe im Zusammenhang mit dem DFB, dem deutschen Organisationskomitee und der FIFA-Finanzkommission werden jetzt als Teil der unabhängigen Überprüfung der FIFA mit Hilfe ihrer externen Anwälte untersucht. Die FIFA hat den DFB formal gebeten, die Ermittlungen zu unterstützen", hieß es aus Zürich.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Handbremse vergessen 
Eigentlich wollte er nur das wegrollende Auto stoppen

Doch dann macht er einen fatalen Fehler und es kommt noch dicker. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Multimedia-Sale: Technik- artikel stark reduziert

Jetzt zuschlagen: Fernseher, Notebooks, Beamer, Navis u. v. m. zu Toppreisen. bei OTTO

Shopping
Voll im Trend und garantiert keine kalten Füße mehr

Kuschelige weich und warm gefüttert, Boots für gemütliche Tage zuhause. bei BAUR

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal