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Steuerrazzia beim DFB: Schwere Vorwürfe gegen Niersbach und Zwanziger

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Steuerrazzia beim DFB  

Schwere Vorwürfe gegen Niersbach und Zwanziger

03.11.2015, 12:39 Uhr | t-online.de, dpa, sid, rtr

Steuerrazzia beim DFB: Schwere Vorwürfe gegen Niersbach und Zwanziger. Wolfgang Niersbach und Theo Zwanziger. (Quelle: Reuters)

Wolfgang Niersbach und Theo Zwanziger. (Quelle: Reuters)

Im Zuge der Ermittlungen rund um die WM 2006 durchsuchten dutzende Beamte die DFB-Zentrale in Frankfurt. Die Ermittler erheben schwere Vorwürfe gegen DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und dessen Vorgänger Theo Zwanziger.

Am Morgen erschienen 50 Beamte der Steuerfahndung im Hauptsitz des Deutschen Fußball-Bunds. Bei den Ermittlungen gehe es um den Verdacht der Steuerhinterziehung in einem besonders schweren Fall, erklärte die Staatsanwaltschaft Frankfurt. Den Beschuldigten drohen bis zu fünf Jahren Haft.

"Wir sind auf der Suche nach belastendem Material, das den Verdacht der Steuerhinterziehung stützt", sagte einer der Ermittler laut "Bild". Die Fahnder sollen Akten, Computer und Festplatten beschlagnahmt haben.

Die Ermittlungen richten sich laut Staatsanwaltschaft "gegen den Präsidenten des DFB und einstigen Vizepräsidenten des Organisationskomitees, den im Jahr 2006 amtierenden DFB-Präsidenten und damaligen Schatzmeister des Organisationskomitees und früheren DFB-Generalsekretär." Namentlich sind das Niersbach, Zwanziger und Horst R. Schmidt. (Die Erklärung der Staatsanwaltschaft im Wortlaut)

Häuser von Niersbach und Zwanziger durchsucht

Zeitgleich wurden deswegen die Privathäuser von Niersbach, Zwanziger und Schmidt durchsucht. Das Trio gehörte unter Präsident Franz Beckenbauer dem Organisationskomitee der WM 2006 an.

"Den Beschuldigten wird vorgeworfen, im Rahmen ihrer damaligen Verantwortlichkeiten die Einreichung inhaltlich unrichtiger Steuererklärungen veranlasst (...) zu haben", heißt es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft.

Ominöse Millionen-Zahlung im Zentrum der Ermittlungen

Im Kern geht es um die ominöse Zahlung von 6,7 Millionen Euro, die laut DFB im Vorfeld der Heim-WM an die Finanzkommission der FIFA gegangen sein soll. Die Ermittlungen stehen nach Angaben der Behörde in direktem Zusammenhang mit diesem Geldtransfer. Durch die Millionenzahlung soll sich das Organisationskomitee (OK) nach Niersbachs Darstellung eine finanzielle Unterstützung in Höhe von umgerechnet 170 Millionen Euro gesichert haben.

Der frühere DFB-Präsident Zwanziger hatte zuletzt allerdings bereits von einer "schwarzen Kasse" gesprochen und die Darstellung des Verbandes in Zweifel gezogen. Den im Raum stehenden Vorwurf eines Stimmenkaufs wies der DFB zurück.

Hauptsponsor macht Druck

DFB-Hauptsponsor Mercedes-Benz hat angesichts der aktuellen Ermittlungen eine lückenlose Aufklärung gefordert. "Wir beobachten die Entwicklungen genau und erwarten eine lückenlose Aufklärung", teilte Daimler mit. Mercedes-Benz ist seit 1990 Generalsponsor des DFB.

Beckenbauer bleibt vorerst verschont

Gegen Beckenbauer wurden dagegen zunächst keine Ermittlungen bekannt. Der langjährige Präsident des FC Bayern München hatte allerdings zuletzt sein eisernes Schweigen gebrochen und erstmals auch einen eigenen Fehler eingestanden.

"Um einen Finanzierungszuschuss der FIFA zu erhalten, wurde auf einen Vorschlag seitens der FIFA-Finanzkommission eingegangen, den die Beteiligten aus heutiger Sicht hätten zurückweisen sollen", hatte Beckenbauer in der vergangenen Woche berichtet. Dafür trage er als Präsident des damaligen Organisationskomitees "die Verantwortung". 

Auch Zwanziger traf sich nach eigenen Angaben inzwischen mit den externen Ermittlern des DFB. Der Verband hatte eine Wirtschaftsprüfungskanzlei eingeschaltet, um die Hintergründe der Zahlung im eigenen Haus zu klären. Die internen Ermittlungen sollen nach DFB-Angaben vom Donnerstag aber noch "einige Wochen" dauern.

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