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Wolfgang Niersbach vor DFB-Sitzung: "Kann Antworten geben"

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Niersbach vor Präsidiumssitzung  

"Kann Antworten geben, die jetzt erwartet werden"

09.11.2015, 16:39 Uhr | dpa, sid

Wolfgang Niersbach vor DFB-Sitzung: "Kann Antworten geben". Wolfgang Niersbach zeigt sich vor der wichtigen Präsidiumssitzung zuversichtlich. (Quelle: imago/Jan Hübner)

Wolfgang Niersbach zeigt sich vor der wichtigen Präsidiumssitzung zuversichtlich. (Quelle: Jan Hübner/imago)

Wolfgang Niersbach geht in die Offensive: Der angeschlagene DFB-Präsident will sich in der wichtigen Präsidiumssitzung seines Verbandes heute Nachmittag allen offenen Fragen in der WM-Affäre stellen.

Dem TV-Sender N24 sagte der 64-Jährige: "Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich den Kollegen im Präsidium und anschließend auch den Präsidenten der Landesverbände alle Fragen beantworten kann, Antworten geben kann, die jetzt erwartet werden und die auch die Öffentlichkeit erwartet."

Druck kann höher kaum sein

Niersbach steht in dem Skandal um dubiose Geldflüsse vor der WM 2006 schwer unter Druck. In der vergangenen Woche durchsuchte die Steuerfahndung sowohl die Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes in Frankfurt als auch seinen Privatwohnsitz in Dreieich. Heute Morgen war er schon um 9.18 Uhr in der Verbandszentrale angekommen, um sich auf die außerordentliche Präsidiumssitzung (ab 14.30 Uhr) und das Treffen mit den Chefs der Landesverbände zwei Stunden später vorzubereiten.

Zahlreiche DFB-Vorstandsmitglieder und viele Politiker hatten zuletzt laut nach Aufklärung gerufen, Nachfolge-Szenarien (Rainer Koch, Reinhard Rauball) wurden bereits durchgespielt. Doch noch kann Niersbach - trotz der Ermittlungen der Steuerbehörden - auf die Unterstützung der Fußball-Bosse zählen. Vor allem der Profibereich (Klaus Allofs, Hans-Joachim Watzke, Harald Strutz) stärkt dem früheren Journalisten den Rücken.

Warum hält sich Beckenbauer bedeckt?

Folgende Fragen drängen derzeit in der WM-Affäre am meisten: Warum lässt die Schlüsselfigur Franz Beckenbauer ihren langjährigen Freund Niersbach im Regen stehen und verweigert die Aufklärung des Skandals? Zahlreiche DFB-Landesfürsten forderten zuletzt erfolglos klare Worte von WM-Organisationsboss Beckenbauer, der sich offenbar nicht "opfern" und die Verantwortung auf sich nehmen will.

Seit wann weiß Niersbach von der dubiosen Zahlung der 6,7 Millionen Euro, die angeblich an den Weltverband FIFA gegangen sein soll, deren Verwendungszweck aber weiter völlig offen ist? Der DFB-Boss beharrte bisher darauf, erst seit dem zurückliegenden Sommer davon zu wissen.

Dagegen suggeriert das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" durch ein veröffentlichtes Dokument, dass Niersbach schon seit November 2004 von dem Millionen-Darlehen des früheren adidas-Chefs Robert Louis-Dreyfus und dessen geplanter Rückzahlung wusste.

Wurde Niersbach hinters Licht geführt?

Wurde Niersbach von seinem Vorgänger Theo Zwanziger und dem früheren Generalsekretär Horst R. Schmidt aufs Glatteis geführt? Diesen Schluss lassen Medienberichte zu, wonach Zwanziger und Schmidt den damals neu im Amt befindlichen Generalsekretär Niersbach im Oktober 2007 die längst fertiggestellte Steuererklärung von 2006 - inklusive der 6,7 Millionen Euro - unterschreiben ließen.

Eben jene Steuererklärung war der Grund für die Razzia am vergangenen Dienstag beim DFB sowie bei Zwanziger, Schmidt und Niersbach. Die Summe der hinterzogenen Steuern könnte sich laut "Spiegel" auf 2,6 Millionen Euro belaufen.

Wohin gingen die 6,7 Millionen Euro?

Ob die alles entscheidende Frage ohne das Zutun Beckenbauers und anderer Beteiligter jemals geklärt werden kann, scheint unwahrscheinlich, dennoch wird sie Thema sein: Wohin gingen die 6,7 Millionen Euro am Ende, und war das Sommermärchen vielleicht doch gekauft?

Sollte das Geld - wie von vielen Seiten angedeutet - zum Stimmenkauf nach Asien geflossen sein, wäre der Ruf des DFB schwer beschädigt. Von möglichen Regressforderungen anderer WM-Bewerber ganz abgesehen, wäre die fast schon beschlossene EM-Endrunde 2024 in Deutschland ernsthaft in Gefahr.

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