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Vergabe der WM 2006: DFB will mehr Antworten von Beckenbauer

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Vergabe der WM 2006  

"Weit mehr aufzuklären als Verbleib der 6,7 Millionen"

09.11.2015, 21:00 Uhr | sid, dpa

Vergabe der WM 2006: DFB will mehr Antworten von Beckenbauer. Rainer Koch führt nach dem dem Rücktritt von Wolfgang Niersbach gemeinsam mit Reinhard Rauball die Amtsgeschäfte als DFB-Präsident. (Quelle: dpa)

Rainer Koch führt nach dem dem Rücktritt von Wolfgang Niersbach gemeinsam mit Reinhard Rauball die Amtsgeschäfte als DFB-Präsident. (Quelle: dpa)

Nun haben die Zweifel über eine saubere Vergabe der WM 2006 auch offiziell die DFB-Zentrale in Frankfurt erreicht. Es sei "noch viel mehr aufzuklären, als der Verbleib und Zweck der 6,7 Millionen Euro", erklärte Interimspräsident Rainer Koch.

Es gebe "eine Reihe von Gründen", zu untersuchen, "was der DFB gemacht hat rund um die Vergabe der WM im Jahr 2000", sagte Koch. Allerdings erklärte er auch: "Es gibt zur Minute keinen Anhaltspunkt, dass die WM tatsächlich gekauft worden ist."

Brisanter Vertragsentwurf

Die "Süddeutsche Zeitung" dagegen berichtet, dass bei den internen Ermittlungen im DFB ein brisantes Schriftstück gefunden worden sei. Dabei soll es sich um einen Entwurf für einen Vertrag handeln, der im Jahr der WM-Vergabe 2000 abgeschlossen werden sollte.

Dieser Kontrakt mit einem Mitglied der FIFA-Exekutive soll diesem möglicherweise Vorteile verschafft haben. Angeblich soll es sich um Jack Warner handeln, den langjährigen Präsidenten des Verband für die Karibik, Nord- und Zentralamerika. Das Exekutivkomitee des Weltverbandes FIFA hatte sich im Jahr 2000 mit 12:11 Stimmen für Deutschland und gegen Südafrika entschieden.

Was weiß Beckenbauer?

Schlüsselfigur bei der Aufklärung ist anscheinend Franz Beckenbauer. Es sei "höchste Zeit", dass der damalige Präsident des Organisationskomitees Stellung beziehe, sagte Koch im ZDF. "Wir haben die Bitte, dass er sich intensiver einbringt in die Aufklärung der Vorgänge."

Der Kaiser hatte vor zwei Wochen vor den externen DFB-Ermittlern ausgesagt, danach zwar einen Fehler eingeräumt, aber zumindest öffentlich zu vielen Fragen keine Stellung bezogen. Beckenbauer könne aufklären, was damals genau passiert sei. "Das ist auch die große Bitte der gesamten Spitze des DFB, diese Fragen zu beantworten", sagte Koch.



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