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Franz Beckenbauer im DFB-Skandal immer mehr unter Druck

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"Er soll sich mehr einbringen"  

DFB-Affäre: Jetzt wächst der Druck auf Beckenbauer

10.11.2015, 13:37 Uhr | dpa, sid

Franz Beckenbauer im DFB-Skandal immer mehr unter Druck. Für Franz Beckenbauer könnte es jetzt eng werden. (Quelle: imago)

Für Franz Beckenbauer könnte es jetzt eng werden. (Quelle: imago)

Nach dem Rücktritt von Präsident Wolfgang Niersbach muss das Ziel des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) eine konsequente Aufklärung der immer brisanteren Sommermärchen-Affäre sein.

Angesichts neuer - auf mögliche Korruptionsversuche zumindest hindeutender - Erkenntnisse und Dokumente rückt immer mehr Franz Beckenbauer als WM-Organisationschef 2006 ins Blickfeld der Ermittlungen.

"Beckenbauer soll sich mehr einbringen"

"Wir haben die Bitte, dass er sich intensiver einbringt in die Aufklärung der Vorgänge", sagte Interims-Präsident Rainer Koch, der gemeinsam mit Ligapräsident Reinhard Rauball vorläufig die DFB-Geschäfte in dessen größter Krise führen wird.

Wegen WM-Affäre 
DFB-Präsident Niersbach tritt zurück

Niersbach sagte, er wolle mit diesem Schritt die politische Verantwortung übernehmen. Video

Beckenbauer hatte vor zwei Wochen vor den externen DFB-Ermittlern ausgesagt, danach zwar einen "Fehler" eingeräumt, aber zumindest öffentlich viele Fragen offen gelassen.

Der 70-Jährige könne aufklären, was damals genau passiert sei, betonte Koch nun im ZDF: "Das ist auch die große Bitte der gesamten Spitze des DFB, diese Fragen zu beantworten."

Ein Bericht der "Süddeutschen Zeitung" sorgt für weiteres Aufsehen. Demnach sei bei den internen Ermittlungen im DFB ein Vertragsentwurf aus dem Jahr 2000 gefunden worden, der einem Mitglied der FIFA-Exekutive Vorteile versprochen haben könnte.

Spur führt zu Jack Warner

Wie die "SZ" unter Berufung auf einen Insider weiter berichtet, steht der Ex-Spitzenfunktionär Jack Warner in Verdacht, möglicher Nutznießer gewesen zu sein. Warner war ehemals Präsident des nord- und zentralamerikanischen und karibischen Fußballverbandes (CONCACAF) sowie bis 2011 auch Vizepräsident des Weltverbandes FIFA. Warner war im September lebenslang wegen Korruption gesperrt worden.

Wie es in dem Bericht weiter heißt, soll der zurückgetretene DFB-Präsident Wolfgang Niersbach mit dem Vorgang im Jahr 2000 nichts zu tun gehabt haben. Er habe erst jetzt davon erfahren. Um den Vertragsentwurf habe sich vor der WM-Vergabe ein anderes Mitglied des Bewerberkomitees gekümmert. Unsicher ist, ob der Vertrag je geschlossen wurde. Angeblich habe der DFB dafür kein Geld gehabt oder ausgeben wollen.

Wer folgt auf Niersbach?

Angesichts der brisanten Lage rückte die Frage nach einem dauerhaften Nachfolger für Niersbach etwas in den Hintergrund. Koch und Rauball sind als Interimspräsidenten natürliche Kandidaten. Doch die Machtfrage im DFB könnte in den kommenden Wochen intensiv disktutiert werden.

Bierhoff wohl kein Kandidat

Schatzmeister Reinhard Grindel werden Ambitionen nachgesagt. Oliver Bierhoff, Teammanager der Weltmeister-Auswahl, fehlen wohl der unbedingte Wille und auch die Unterstützung der weiterhin mächtigen Amateurbasis.

Etwas überraschend wollen die neuen starken Männer im DFB ihre Aufgabenverteilung nicht unmittelbar in der Verbandszentrale besprechen, sondern hierfür die Nationalmannschaftsreise nach Paris nutzen. Rauball übernimmt für Niersbach die Delegationsleitung beim Auftritt des Weltmeisters beim EM-Gastgeber.

Koch und Grindel sind in der französischen Hauptstadt ebenfalls vor Ort. Die Aufräumarbeiten in der DFB-Zentrale finden also zumindest in der zweiten Wochenhälfte ohne die neue Führungscrew statt.

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