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DFB: Bis dahin soll WM-Affäre aufgeklärt sein

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Diskussion um EM-Bewerbung  

DFB: Bis dahin soll WM-Affäre aufgeklärt sein

15.11.2015, 15:21 Uhr | sid

DFB: Bis dahin soll WM-Affäre aufgeklärt sein. Reinhard Rauball (li.) und Rainer Koch führen nach dem Rücktritt von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach interimsmäßig die Geschäfte des DFB. (Quelle: imago/Rudel)

Reinhard Rauball (li.) und Rainer Koch führen nach dem Rücktritt von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach interimsmäßig die Geschäfte des DFB. (Quelle: Rudel/imago)

Beim DFB ist die Hoffnung der Interimspräsidenten Reinhard Rauball und Rainer Koch auf eine zeitnahe Aufklärung der WM-Affäre auf ein Minimum gesunken. "Herr Rauball hofft darauf, dass bis Weihnachten alles fertig ist. Dem schließe ich mich an. Wenn es dann aber doch Anfang Januar, Mitte Januar wird, müssen wir auch zufrieden sein", sagte Koch im ZDF auf die Frage nach einem Termin für den Abschlussbericht der externen DFB-Ermittler von der Wirtschaftskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer.

Wer wann wem wie viel wofür in der WM-Affäre gezahlt hat, beschäftigt mittlerweile auch die Schweizer Bundesanwaltschaft. Laut "SZ" jedenfalls interessieren sich die eidgenössischen Fahnder wie die deutsche Staatsanwaltschaft  für den Fall. Sie ermitteln wegen des mutmaßlichen Zahlungsweges der immer noch ungeklärten 6,7 Millionen Euro der deutschen WM-Organisatoren über mutmaßlich bekannte Schweizer Konten.

Schweizer Ermittler sollen WM-Affäre ins Rollen gebracht haben

Die Schweizer Fahnder sollen, wie die "Bild am Sonntag" berichtete, auch entscheidend am Ausbruch der WM-Affäre beteiligt gewesen sein: Im vergangenen Sommer war bei den Ermittlungen zum FIFA-Korruptionsskandal angeblich der Brief der WM-Macher an den Weltverband mit den Modalitäten der Millionen-Zahlungen aufgetaucht. Anschließend soll der inzwischen amtierende FIFA-Generalsekretär Markus Kattner den DFB darüber informiert und damit die ersten inoffiziellen Recherchen beim deutschen Verband ausgelöst haben.

Aufgrund des noch völlig offenen Ausgangs des Skandals werden im deutschen Fußball inzwischen erste Überlegungen zu einem Verzicht auf Deutschlands Bewerbung um die Ausrichtung der EM-Endrunde 2024 laut.

Diskussion über EM-Bewerbung kommt in Gang

"Ich würde dem Deutschen Fußball-Bund dringend empfehlen, die Bewerbung auszusetzen, bis geklärt ist, was vor der WM 2006 geschehen ist und vor allem, welche Konsequenzen daraus gezogen werden", zitierte die "Welt am Sonntag" Vorstandschef Martin Kind vom Bundesligisten Hannover 96.

Wie Kind plädierte auch der frühere Meister-Trainer Christoph Daum für eine Zurücksetzung der EM-Kandidatur für 2024: "Im Augenblick wäre eine Bewerbung eher unglücklich, weil gerade alle anderen Dinge, die bezüglich der WM-Vergabe 2006 diskutiert werden, im Vordergrund stehen."

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