Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Fussball >

Zwanziger kontert Beckenbauer: "Er war verantwortlich für seine Unterschrift"

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Zwanziger kontert Beckenbauer  

"Er war verantwortlich für seine Unterschrift"

22.11.2015, 09:57 Uhr | t-online.de, dpa

Zwanziger kontert Beckenbauer: "Er war verantwortlich für seine Unterschrift". Franz Beckenbauer (li.) und Theo Zwanziger sind wohl keine Freunde mehr. (Quelle: imago/Ulmer)

Franz Beckenbauer (li.) und Theo Zwanziger sind wohl keine Freunde mehr. (Quelle: Ulmer/imago)

So leicht lässt Theo Zwanziger den Kaiser sich dann doch nicht aus der Verantwortung stehlen. "Ich nehme Franz Beckenbauer ab, dass er vertragliche Dinge nicht ordentlich gelesen hat, bevor er sie unterschrieb", sagte der ehemalige DFB-Boss der "Bild am Sonntag". Aber dieser war nun einmal "verantwortlich für seine Unterschrift".

Denn Beckenbauer sei als Präsident des Organisationskomitees "keine Privatperson, sondern DFB-Repräsentant" gewesen, "der an Recht und Satzung gebunden war".

"Falsche Berater"

Beckenbauer hatte sich zuvor in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung" zu den Vorgängen geäußert und weitgehend ahnungslos gezeigt. Er habe immer alles einfach unterschrieben, sogar blanko.

Schweigen gebrochen 
Franz Beckenbauer attackiert DFB-Führungsspitze

Der 70-Jährige hat zu der Affäre um die Vergabe der Fußball-WM 2006 erstmals öffentlich Stellung bezogen. Video

Das nehme er ihm auch ab, sagte Zwanziger, "schließlich kenne ich ihn seit Jahren". Aber das ließe dann nur den Schluss zu, dass Beckenbauer "die falschen Berater" gehabt habe.

Erneute Attacke gegen Niersbach

Erneut wies Zwanziger den Vorwurf zurück, er sei die Quelle der ersten "Spiegel"-Veröffentlichungen im Zusammenhang mit der Vergabe der WM 2006 an Deutschland gewesen.

"Auch wenn man Unwahrheiten ständig weiterverbreitet, werden sie nicht wahrer. Mein Versuch, bis 21. Oktober, 13 Uhr, zu einer gemeinsamen Erklärung mit Horst Schmidt und Wolfgang Niersbach zu kommen, scheiterte, weil Niersbach wahrheitswidrig von allem nichts gewusst haben wollte", sagte Zwanziger.

Er freue sich, "dass Franz Beckenbauer das jetzt auch bestätigt, indem er sagt, dass Niersbach bei ihm war, damit er, Beckenbauer, die alleinige Verantwortung für das Geschehen übernimmt. Er war, genau wie ich, nicht bereit, für Herrn Niersbach zu lügen".

Dass Beckenbauer sich enttäuscht von ihm gezeigt hat ("Wir waren doch Freunde") lässt Zwanziger an sich abperlen: "Wenn Freundschaft daraus besteht, Fehlverhalten zu decken und die Öffentlichkeit zu täuschen, dann ist sie nichts Wert."

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal