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Blatter: "Ich war dem Tod sehr nahe"

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FIFA-Richter eröffnet Verfahren  

Blatter: "Ich war dem Tod sehr nahe"

23.11.2015, 16:57 Uhr | dpa, sid

Blatter: "Ich war dem Tod sehr nahe". Sepp Blatter geht nach seinem Krankenhausaufenthalt besser.  (Quelle: imago/ITAR TASS)

Sepp Blatter geht nach seinem Krankenhausaufenthalt besser. (Quelle: ITAR TASS/imago)

Joseph Blatter und Michel Platini droht neuer Ärger. Wie der Weltverband FIFA mitteilte, hat die rechtsprechende Kammer der Ethikkommission ein formelles Verfahren gegen das gesperrte Duo eingeleitet.

Die Kammer unter dem Vorsitz des Münchners Hans-Joachim Eckert erwartet ein Urteil im Dezember.

Noch-FIFA-Boss Blatter beklagt derweil offen seinen schlechten Gesundheitszustand.

Blatter beteuert seine Unschuld

Blatter und Platini wird eine dubiose Zahlung von zwei Millionen Schweizer Franken an den Franzosen im Jahr 2011 vorgeworfen. Dabei soll es sich laut der Funktionäre um eine verspätete Honorarzahlung für Platinis FIFA-Arbeit aus den Jahren 1998 bis 2002 handeln. Details der Anklageschrift wurden nicht publik.

Blatter und Platini werden vor den FIFA-Richtern noch zu einer Anhörung geladen, bei der sie aufgefordert sind, den Sachverhalt zu klären und Beweise vorzulegen. Beide beteuern ihre Unschuld.

Sollte Platini gesperrt werden, kann er nicht wie geplant bei der Wahl des Blatter-Nachfolgers am 26. Februar in Zürich antreten. Der 60-Jährige hat bereits Beschwerde beim Internationalen Sportgerichtshof CAS gegen seine provisorische 90-Tage-Sperre eingereicht.

Interview nach Klinikaufenenthalt

Blatter räumte in seinem ersten TV-Interview nach seinem Krankenhausaufenthalt gravierende Gesundheitsprobleme ein. "Ich war dem Tod sehr nahe", sagte der 79-Jährige dem Schweizer Sender RTS, in einem Gespräch. "Ich war zwischen den Engeln, die gesungen haben und dem Teufel, der das Feuer anzündet, aber es waren die Engel, die gesungen haben", sagte Blatter.

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Sein Zustand sei durch den "enormen Druck" begründbar. "In einem bestimmten Moment sagt der Körper einfach 'Nein, genug ist genug'. Aber wenn du psychisch stark bist, kannst du widerstehen", sagte Blatter.

Der angeschlagen wirkende Schweizer hatte sich Anfang des Monats ins Krankenhaus begeben. In der Folge hatte es unterschiedliche Meldungen seinen Gesundheitszustand gegeben.

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