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FIFA-Skandal: Weitere Funktionäre befinden sich in Haft

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Weltverband in Grundfesten erschüttert  

Weitere Festnahmen im FIFA-Skandal bestätigt

03.12.2015, 22:11 Uhr | dpa, sid

FIFA-Skandal: Weitere Funktionäre befinden sich in Haft. FIFA-Funktionäre sind im Schweizer Luxus-Hotel Baur au Lac in Zürich festgenommen worden.  (Quelle: dpa)

FIFA-Funktionäre sind im Schweizer Luxus-Hotel Baur au Lac in Zürich festgenommen worden. (Quelle: dpa)

Im Zuge des FIFA-Skandals ist es im Hotel "Baur au Lac" in Zürich zu weiteren Festnahmen gekommen. Die beiden Vizepräsidenten Juan Angel Napout (Paraguay) und Alfredo Hawit (Honduras) sitzen in Auslieferungshaft. Sie widersetzen sich aber ihrer Überstellung in die USA.

Napout ist auch Präsident des Kontinentalverbandes CONMEBOL (Südamerika), Hawit Chef des Kontinentalverbandes CONCACAF (Nord- und Mittelamerika sowie Karibik). Der Weltverband bestätigte "Maßnahmen" der US-Justiz und versprach weiter volle Kooperation mit den Ermittlungsbehörden.

Die Polizei war um sechs Uhr im Luxus-Hotel "Baur au Lac" eingetroffen. Der Hotelmanager sprach laut der "New York Times" von einer "extremen Situation".

Funktionäre sitzen in Auslieferungshaft

Durch die Festnahmen - es geht um organisiertes Verbrechen, Geldwäsche und Betrug - wird die FIFA in ihren Grundfesten erschüttert. Die beiden Funktionäre sitzen in Auslieferungshaft. 

"Die hochrangigen FIFA-Funktionäre sollen Gelder als Gegenleistung für den Verkauf von Vermarktungsrechten im Zusammenhang mit der Austragung von Fußballturnieren in Lateinamerika und von WM-Qualifikationsspielen erhalten haben", teilte das Schweizer Bundesamt für Justiz mit: "Die Straftaten sind gemäß des Haftbefehls teilweise in den USA abgesprochen und vorbereitet worden; zudem sind Zahlungen über US-Banken abgewickelt worden."

US-Justiz ermittelt gegen 14 weitere FIFA-Funktionäre

Die US-Justiz ermittelt nach den Festnahmen von Napout und Hawit gegen 14 weitere Funktionäre des Fußball-Weltverbandes. Das gab Justizministerin Loretty Lynch bekannt.

Staatsanwalt Roberto Capers erklärte, es handele sich um "hochrangige FIFA-Offizielle mit Spitzenämtern in der CONCACAF und CONMEBOL", der Verbände von Nord-, Mittel- und Südamerika sowie der Karibik. Capers nannte die Verbände von Brasilien, El Salvador, Guatemala, Honduras, Bolivien, Ecuador, Paraguay und Peru. "Die Zahlen sind erschütternd", sagte Capers: "Was genug ist, ist genug."

Nach Informationen der BBC soll auch der frühere brasilianische Verbandschef Ricardo Teixeira zu den Personen gehören, denen eine Verwicklung in Bestechung- und Korruptionsdelikte in Höhe von etwa 200 Millionen US-Dollar vorgeworfen wird. "Sie alle werden uns nicht entkommen", sagte Lynch und erklärte, am Morgen hätten sich acht Angeklagte schuldig bekannt, fünf von ihnen hätten nicht zu den ursprünglichen Angeklagten gehört.

Blatter nicht unter den Festgenommenen

Der suspendierte FIFA-Präsident Sepp Blatter, gegen den in der Schweiz ein Strafverfahren eröffnet worden war, befand sich laut "New York Times" nicht unter den festgenommenen Funktionären.

Bereits im Mai war der Weltverband auf ähnliche Weise erschüttert worden. Im Vorfeld des FIFA-Kongresses nahmen die Schweizer Behörden sieben teils hochrangige Funktionäre fest und stürzten die FIFA in die Krise. Auch damals war das "Baur au Lac" Ziel der Polizeiaktion. Die Bilder der unter Bettlaken abgeführten Funktionäre gingen um die Welt.

Zu den Festgenommenen gehörte auch Jeffrey Webb (Kaimaninseln), der seiner Auslieferung in die USA zugestimmt hatte. Er war Hawits Vorgänger als CONCACAF-Boss.

Geld über amerikanische Banken gewaschen

Die US-Justiz ermittelt seit Monaten gegen Funktionäre der FIFA, es geht vor allem um Ungereimtheiten bei vergangenen Großereignissen. Über amerikanische Banken scheint im großen Stil Geld gewaschen worden zu sein, zudem geht es um Betrug beim Dealen mit Fernsehrechten. Die Schweizer Bundesanwaltschaft ermittelt in einem weiteren Verfahren.


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