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FIFA-Skandal: Auch das FBI ermittelt gegen Sepp Blatter

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Schlinge zieht sich zu  

Jetzt ermittelt auch das FBI gegen Blatter

07.12.2015, 13:45 Uhr | dpa

FIFA-Skandal: Auch das FBI ermittelt gegen Sepp Blatter. Gemauschel, Klüngelei und Bestechung? Ein Brief - offenbar von Joao Havelange (links) - belastet Sepp Blatter (rechts) schwer. (Quelle: dpa)

Gemauschel, Klüngelei und Bestechung? Ein Brief - offenbar von Joao Havelange (links) - belastet Sepp Blatter (rechts) schwer. (Quelle: dpa)

Der suspendierte FIFA-Präsident Joseph Blatter steht erneut im Zentrum von Ermittlungen und gerät immer mehr in Bedrängnis: Wie die BBC berichtet, untersucht die US-Bundespolizei FBI die Rolle des 79 Jahre alten Schweizers im früheren gigantischen Bestechungsskandal um die inzwischen bankrotte Sportmarketing-Firma ISL.

Rund 92 Millionen Euro wurden in den 90er Jahren von der ISL an hochrangige Funktionäre des Fußball-Weltverbandes gezahlt. Unter ihnen waren auch zwei Brasilianer: der langjährige FIFA-Präsident Joao Havelange und das ehemalige Exekutivmitglied Ricardo Teixeira. Als Gegenleistung wurden ISL lukrative TV- und Vermarktungsrechte zugeschanzt.

Brief belastet Blatter schwer

Blatter soll laut BBC von der Bestechung gewusst haben. Das gehe aus einem Brief hervor, der offenbar von Havelange stamme. Darin habe der Brasilianer von den erhaltenen ISL-Zahlungen berichtet. Blatter habe "vollständige Kenntnis von allen Aktivitäten" gehabt und sei "jederzeit" informiert gewesen, heißt es. Blatter bestritt jede Kenntnis über die Bestechungen. "Das stimmt nicht", sagte der Schweizer in einem Interview des Südwestrundfunks über den BBC-Bericht.

Das Schreiben sei Bestandteil von Ermittlungsakten, die das FBI von den Schweizer Behörden im Zuge seiner Untersuchungen erhalten habe. Bereits früher sei man dort Bestechungsvorwürfen in Bezug auf ISL nachgegangen. Damals habe der Bundesanwalt unter anderem "Havelanges Erklärungen im Zusammenhang mit Blatter" untersucht.

Richter Eckert zog Schlussstrich

Ende April 2013 hatte die FIFA-Ethikkommission unter Richter Hans-Joachim Eckert einen Schlussstrich unter die ISL-Bestechungsaffäre gezogen - und Blatter entlastet. Der FIFA-Boss sah sich reingewaschen, Havelange hatte seinen Titel als FIFA-Ehrenpräsident zuvor abgegeben.

Eckert hatte in seinem Abschlussbericht festgestellt, es gebe keine Hinweise dafür, "dass Präsident Blatter Provisionszahlungen von ISL, ihrem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Jean-Marie Weber oder von anderen erhalten hat". Auch gebe es "keinerlei Anhaltspunkte" dafür, dass der FIFA-Präsident für Schmiergeldzahlungen an seine langjährigen Mitstreiter Havelange und Teixeira verantwortlich gewesen sei. Allerdings sei Blatters Verhalten ungeschickt gewesen, hieß es.

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