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Tasci selbstbewusst: "Es gibt drei Titel zu gewinnen"

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Notlösung oder Glücksgriff für Bayern?  

Tasci selbstbewusst: "Es gibt drei Titel zu gewinnen"

02.02.2016, 13:53 Uhr | sid

Tasci selbstbewusst: "Es gibt drei Titel zu gewinnen". Serdar Tasci bei der Vertragsunterzeichnung in München.  (Quelle: Screenshot Twitter, @FCBayern )

Serdar Tasci bei der Vertragsunterzeichnung in München. (Quelle: Screenshot Twitter, @FCBayern )

Last-Minute-Transfer Serdar Tasci ist beim FC Bayern München angekommen. Der Innenverteidiger fühlt sich ganz und gar nicht als Notlösung und freue sich "sehr über diese Herausforderung", sagte der 28 Jahre alte Ex-Nationalspieler bei FCB.tv.

"Der FC Bayern hat Riesen-Ziele. Auch dieses Jahr gibt es drei Titel zu gewinnen und ich hoffe, dass ich der Mannschaft mit meiner Qualität weiterhelfen kann, damit wir diese Titel holen können", sagte der Innenverteidiger selbstbewusst.

Tasci soll Abwehr-Notstand beheben

Dass Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge am Wochenende noch erklärt hatte, dass "keine Qualität" auf dem Markt vorhanden sei, war dem Ex-Stuttgarter in diesem Moment wohl egal.

Anstatt bei Spartak Moskau in die Vorbereitung zu starten, fand sich Tasci am Montag überraschend beim deutschen Rekordmeister wieder. Zweieinhalb Jahre war der frühere Stuttgarter, 2007 mit dem VfB immerhin Deutscher Meister, in Deutschland aus dem Blickfeld verschwunden.

Jetzt soll er ausgerechnet dem großen FC Bayern auf dem Weg zum Triple helfen und nach den Verletzungen von Jerome Boateng und Javi Martínez den bayerischen Notstand in der Abwehr beheben.

"Ich fühle mich sehr gut"

Zweifel sind durchaus angebracht, ob Tasci (noch) die Klasse für eines der besten Teams in Europa hat. In Moskau war er zwar Stamm- und Führungsspieler, doch die russische Liga gilt als nicht besonders wettbewerbsfähig. Zudem kommt der 28-Jährige ohne Spielpraxis nach München, da in Russland derzeit Winterpause ist.

Er habe zuletzt ein zehntägiges Trainingslager in Abu Dhabi absolviert, sagte Tasci bei seiner Ankunft. "Ich fühle mich sehr gut. Wenn ich eine gute Trainingswoche habe, bin ich topfit", fügte er an. Am Dienstag hatten die Bayern aber erst einmal trainingsfrei, ehe am Mittwoch die Vorbereitung auf die Bundesliga-Partie bei Bayer Leverkusen startet.

Tascis letztes Länderspiel im Jahr 2010

Wie gut Trainer Pep Guardiola den Innenverteidiger kennt, ist nicht bekannt. Immerhin bringt Tasci Eigenschaften mit, die der Spanier durchaus zu schätzen weiß.

Tasci benötigt als Abwehrspieler im Normalfall wenig Fouls, er ist technisch beschlagen und er verfügt über eine "sehr gute Spielauslösung", wie Bundestrainer Joachim Löw einst lobte. Dies war allerdings zu Zeiten, da gehörte Tasci noch zum elitären Kreis der Nationalmannschaft. Das bislang letzte Länderspiel für den WM-Teilnehmer von 2010 liegt schon fünfeinhalb Jahre zurück (11. August 2010, 2:2 gegen Dänemark).

Kimmich startet wohl gegen Bayer

Doch Tasci hat die DFB-Elf noch nicht abgeschrieben. "Um die Nationalmannschaft abzuhaken, dafür bin ich zu jung", sagte er unlängst in einem "Bild"-Interview. Doch erst einmal muss er sich beim FC Bayern beweisen.

Ob Guardiola dem Last-Minute-Transfer schon in Leverkusen vertraut, ist offen. Zuletzt gegen Hoffenheim (2:0) durfte sich neben Holger Badstuber Mittelfeldspieler Joshua Kimmich in der Innenverteidigung versuchen. Zudem soll Medhi Benatia nach langer Pause bald wieder zur Mannschaft stoßen.

Tasci auch in der CL spielberechtigt

Der 181-malige Bundesligaspieler Tasci sei "in der Lage, uns mit seiner Qualität und Erfahrung sofort zu helfen", betonte Sportvorstand Matthias Sammer. Was soll er auch anderes sagen? Der Markt gab einfach nicht mehr her.

Weltklasse-Innenverteidiger waren nicht zu haben - und vor allem wären sie in der Champions League nicht spielberechtigt gewesen. Tasci, für den die Münchner bis Saisonende rund zwei Millionen Euro Leihgebühr bezahlen und eine Kaufoption besitzen, darf dagegen in der Königsklasse eingesetzt werden.

"Wochen der Wahrheit" stehen an

Es bleiben dennoch einige Fragezeichen - und dies nicht nur im Fall Tasci. Wie stabil sind die verletzungsanfälligen Badstuber und Benatia? Kann Kimmich die Rolle wirklich ausfüllen? Wie schwer ist die Verletzung von Martínez wirklich?

Die kommenden Wochen mit dem Achtelfinale in der Champions League gegen Juventus Turin (23. Februar und 16. März) werden nicht nur für Tasci eine große Herausforderung.

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