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Europa League: Moskau-Profi sorgt mit Putin-Shirt für Aufregung

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Bei EL-Spiel in Istanbul  

Lok-Moskau-Profi sorgt mit Putin-Shirt für Aufregung

17.02.2016, 11:59 Uhr | sid

Europa League: Moskau-Profi sorgt mit Putin-Shirt für Aufregung. Dmitri Tarasov zeigt unmittelbar nach Schlusspfiff das T-Shirt mit politischer Botschaft und sorgt  für den Aufreger des Spiels.  (Quelle: Reuters)

Dmitri Tarasov zeigt unmittelbar nach Schlusspfiff das T-Shirt mit politischer Botschaft und sorgt für den Aufreger des Spiels. (Quelle: Reuters)

Fenerbahce Istanbul hat sich eine gute Ausgangsposition für das Erreichen des Achtelfinals in der Europa League verschafft. Gegner Lokomotive Moskau droht zusätzlich Ungemach. 

Der türkische Tabellenführer gewann das Zwischenrunden-Hinspiel gegen Lokomotive Moskau hochverdient mit 2:0 (1:0). Beide Tore für die Mannschaft von Trainer Vitor Pereira erzielte der Brasilianer Souza (18./72. Minute).

"Der höflichste Präsident"

Lokomotive droht neben dem Aus auch Ärger durch die Europäische Fußball-Union. Nach dem Abpfiff zeigte sich Moskau-Profi Dimitri Tarasow in einem T-Shirt mit dem Bild des russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem Aufdruck: "Der höflichste Präsident". Nach den UEFA-Statuten sind politische und religiöse Botschaften bei internationalen Spielen verboten.

Die UEFA behielt sich mögliche Sanktionen vor. Zunächst werde der Bericht des schwedischen Schiedsrichters Martin Strömbergsson sowie der des anwesenden UEFA-Beobachters abgewartet und anschließend ausgewertet, teilte der Verband mit.

Kein Kommentar, Kritik vom Verband

"Das ist mein Präsident. Ich schätze ihn und möchte zeigen, dass ich ihn unterstütze. Auf dem Shirt steht alles, was ich sagen wollte", wurde Tarassow zitiert. Die Aufschrift bezieht sich auf eine Aussage von Putin 2014, der russische Soldaten bei der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim als "höfliche Leute" gelobt hatte.

Lokomotive Moskau hat unterdessen einen Kommentar zum Putin-T-Shirt seines Spielers abgelehnt. Der Klub werde vorerst nicht reagieren, sagte Sprecher Andrej Bodrow.

Vom russischen Fußballverband (RFS) kam Kritik an der Aktion. "Tarassow sollte Patriotismus auf dem Spielfeld zeigen, nicht auf dem Unterhemd. Ein 3:0 im Rückspiel wäre die höchste Erscheinungsform von Patriotismus", meinte das RFS-Exekutivkomitee-Mitglied Igor Lebedew.

Risikospiel in Istanbul

Zur Sicherung des Risikospiels waren russische Polizisten nach Istanbul gereist. Das Verhältnis der beiden Länder ist stark belastet, seit die Türkei im November einen russischen Kampfjet im Grenzgebiet zu Syrien abgeschossen hat. Unklar ist, ob auch türkische Polizisten zum Rückspiel am 25. Februar nach Moskau reisen.

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