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WM-Affäre: Sepp Blatter wettert gegen den DFB

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Blatter wettert gegen DFB  

"Man sollte zuerst vor der eigenen Türe schauen"

22.04.2016, 09:57 Uhr | dpa, t-online.de

WM-Affäre: Sepp Blatter wettert gegen den DFB. Sepp Blatter, hier bei der Präsentation seines neuen Buchs. (Quelle: dpa)

Sepp Blatter, hier bei der Präsentation seines neuen Buchs. (Quelle: dpa)

Gerade erst hat Sepp Blatter sein neues Buch "Sepp Blatter - Mission und Passion Fußball" vorgestellt. Erhellende Neuigkeiten zur WM-Affäre 2006 erfährt der Leser dort nicht. In einem Interview legt der frühere FIFA-Boss aber noch einmal nach.

Der 80-Jährige stichelt gegen den DFB und verrät, dass mit Franz Beckenbauer Funkstille herrscht.

Frage: Sie kündigen in Ihrem neuen Buch an, dass Sie auch nach Ihrem Ende als FIFA-Präsident und der laufenden Fußball-Sperre dieses Jahr das Sepp-Blatter-Turnier in ihrer Heimat veranstalten wollen...
Blatter: Na sicher gibt es das! Das findet statt. Das Sepp-Blatter-Turnier bleibt.

Würden Sie auch beispielsweise Franz Beckenbauer dazu einladen
Wenn er kommt, wäre es natürlich toll.

In der Affäre um die WM 2006 haben Sie aber unterschiedliche Aussagen gemacht. Haben Sie darüber miteinander gesprochen?
Wir haben da entschieden, dass wir nicht miteinander kommunizieren, damit man uns nicht ausspielen kann. Also wir haben Silencio.

Also stimmt seine Aussage, dass es ein Vier-Augen-Gespräch gab und Sie gesagt haben, dass Deutschland zur Finanzkommission gehen soll, um den Bonus zu bekommen?
Daran erinnere ich mich ganz sicher nicht.

Wie bewerten Sie die Arbeit des Deutschen Fußball-Bunds in der Aufarbeitung der WM-Affäre?
Was ich dem Deutschen Fußball-Bund als Kritik sage - ich will nicht sagen Vorwürfe, ich bin nicht da, um Vorwürfe zu machen - aber wenn man zu einer neutralen Organisation geht, dann sollte man den Bericht zunächst intern besprechen und anschauen und dann erst entscheiden, ob man ihn publik macht. Er wurde zuerst publik gemacht, das finde ich nicht gut. Aber ich finde es gut, dass Herr Grindel jetzt Präsident ist.

Bislang gibt es beim DFB noch keine Ethikkommission, unter Reinhard Grindel will der DFB nun eine einführen. Wie bewerten Sie das?
Antwort: Sie haben immer noch keine, die UEFA auch noch nicht. Wie kann man denn die FIFA kritisieren und die anderen Verbände haben sie nicht. Das geht einfach nicht. Man sollte zuerst vor der eigenen Türe schauen, was nicht richtig ist, bevor man auf die FIFA losgeht oder auf den FIFA-Präsidenten.

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