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UEFA-Präsident Michel Platini tritt nach CAS-Urteil zurück

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Sperre bleibt  

UEFA-Präsident Platini tritt nach Urteil zurück

09.05.2016, 13:05 Uhr | sid, dpa

UEFA-Präsident Michel Platini tritt nach CAS-Urteil zurück. UEFA-Präsident Michel Platini bleibt gesperrt. (Quelle: imago/BPI)

UEFA-Präsident Michel Platini bleibt gesperrt. (Quelle: BPI/imago)

UEFA-Präsident Michel Platini ist im Kampf um die Aufhebung seiner Sperre gescheitert und tritt daher von seinem Amt zurück. Das teilte der Franzose in einer persönlichen Erklärung mit.

Zugleich kündigte er an, vor dem Schweizer Zivilgerichten gegen die Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs CAS vorgehen zu wollen. Der CAS hatte die vom Weltverband FIFA verhängte Sperre lediglich um zwei auf vier Jahre reduziert.

"Ich nehme die Entscheidung des CAS zur Kenntnis, halte sie aber für eine gravierende Ungerechtigkeit", hieß es in der Stellungnahme Platinis. Der Europameister von 1984 war vom Weltverband ebenso wie der ehemalige FIFA-Chef Sepp Blatter für sechs Jahre gesperrt worden.

Platini und Blatter pochen auf mündlichen Vertrag

Hintergrund ist eine dubiose Zahlung in Höhe von zwei Millionen Franken von Blatter an Platini im Jahr 2011. Blatters Fall soll zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Monat vor dem CAS verhandelt werden.

Platini und Blatter pochen auf einen mündlichen Vertrag aus der Zeit um die Jahrtausendwende, der die Zahlung legitimiert. Die FIFA-Ethikkommission, die ursprünglich sogar eine achtjährige Sperre verhängt hatte, sah das anders - auch wenn für den Vorwurf der Bestechung und Korruption nicht genügend Beweise vorliegen würden.

Entscheidung der Richter einstimmig

"Die Kammer ist nicht überzeugt von der Rechtmäßigkeit der Zahlung", hieß es in der CAS-Mitteilung. Zudem soll Platini von der Verlängerung eines Altersvorsorge-Plans profitiert haben, "zu der er nicht berechtigt war".

Die Kammer halte eine lange Sperre "im Lichte der Spitzenfunktion von Herrn Platini, der Abwesenheit jeglicher Reue und des Einflusses dieser Sache auf den Ruf der FIFA" für gerechtfertigt. Die Entscheidung der Richter sei einstimmig erfolgt.

Niersbach: "Neuwahlen vor der EM unwahrscheinlich"

Wie es jetzt bei der UEFA weitergeht, ist noch unklar. Der Verband hat aber offenbar schon einen "Plan B" in der Tasche: Knapp drei Wochen vor der Europameisterschaft in Frankreich soll in einer Krisensitzung im Rahmen des Europa-League-Finales am 18. Mai in Basel das weitere Vorgehen beschlossen werden. Ob das allerdings für die Neuordnung an der Spitze reichen wird?

"Ich halte Neuwahlen vor der Europameisterschaft für unwahrscheinlich", sagte der frühere DFB-Präsident Wolfgang Niersbach, gegen den die Ethiker der FIFA wegen der WM-Affäre 2006 übrigens auch ermitteln: "Aber wir haben im letzten halben Jahr erlebt, dass vieles möglich ist."

Bis auf Weiteres wird nun weiter der spanische UEFA-Vizepräsident Angel Maria Villar Llona, keinesfalls über jeden Zweifel erhaben, die Geschäfte führen - was er selbst naturgemäß gar nicht wollte. "Ich hoffe und wünsche mir, dass Michel in einigen Tagen wieder unter uns sein kann", hatte der 66-Jährige vor der Urteilsverkündung noch gesagt.

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