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FIFA gegen Niersbach: DFB-Mediendirektor findet klare Worte

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FIFA fordert Sperre für Niersbach  

Stenger: DFB kommt um die Schmutzarbeit herum

20.05.2016, 17:06 Uhr | sid, dpa

FIFA gegen Niersbach: DFB-Mediendirektor findet klare Worte. Wolfgang Niersbach droht eine zweijährige Sperre. (Quelle: imago)

Wolfgang Niersbach droht eine zweijährige Sperre. (Quelle: imago)

Harald Stenger hat sich mit klaren Worten zu der von der FIFA-Ethikkommission geforderten Zweijahres-Sperre für den früheren DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach geäußert. "Nun hat die FIFA-Ethikkommission dem sportrechtlichen Teil des DFB die Schmutzarbeit abgenommen" sagte der frühere DFB-Mediendirektor in einem exklusiven Interview mit Sky Sport News HD.

Stenger kritisierte den Deutschen Fußball-Bund (DFB) zudem für dessen mangelnde Aufarbeitung hinsichtlich der WM-Affäre: "Der DFB hat sicherlich mit dem Freshfield-Bericht etwas getan, um Licht ins Dunkel zu bringen. Aber es war falsch, den Eindruck zu erwecken, dass damit die Angelegenheit beendet oder gar geklärt ist", sagte der ehemalige Funktionär.

Niersbach war wegen des WM-Skandals 2006 ins Visier der FIFA-Ethikkommission geraten.

Stenger: "Für Niersbach ist das natürlich ein Drama"

Noch sitzt der Ex-Chef des DFB im UEFA-Exekutivkomitee sowie im Council des Weltverbands FIFA. Doch Stenger glaubt, dass das "Ende der Ära Niersbach als Funktionär und Fußballmacher mit einer Zwei- oder vielleicht auch einer Einjahres-Sperre besiegelt" sein wird. "Für Niersbach ist das natürlich ein Drama. Wenn diese Sperre kommt, dann heißt das, dass er noch nicht einmal mehr in ein Stadion gehen darf. Das würde einen großen Lebensbruch bedeuten."

In der Tat muss Niersbach mit dem endgültigen Ende seiner Karriere im Weltfußball rechnen. Im Zuge der Sommermärchen-Affäre fordern die FIFA-Ethikermittler eine Zwei-Jahres-Sperre für den ehemaligen DFB-Präsidenten. Bei einer Verurteilung müsste er auch seine letzten internationalen Ämter beim Fußball-Weltverband und bei der UEFA aufgeben. Die rechtsprechende Kammer hat ein formelles Verfahren eröffnet.

Auch Geldstrafe gefordert

In ihrem Untersuchungsbericht werfen die Ermittler unter dem Vorsitz des Schweizers Cornel Borbély dem ehemaligen Vizepräsidenten des Organisationskomitees der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland Verstöße gegen vier Paragrafen des FIFA-Ethikcodes vor. Sie fordern neben dem Bann für alle Fußballaktivitäten auch eine Geldstrafe von 27.000 Euro. 

Niersbach will mit allen Mitteln gegen die drohende Sperre vorgehen. Einen möglichen Verzicht auf seine Ämter bei FIFA und UEFA ließ er in einer schriftlichen Stellungnahme unerwähnt.

"Eine Frage der Ehre"

Es sei für ihn "eine Frage der Ehre und zur Wahrung meiner persönlichen Rechte erforderlich, diesem Antrag mit allen möglichen Rechtsmitteln entgegenzutreten", teilte Niersbach auf Anfrage mit. "Auch angesichts der Tatsache, dass ich mit meinem Rücktritt als DFB-Präsident bereits politische Verantwortung übernommen habe, steht meines Erachtens eine Sperre, die faktisch einem weltweiten Berufsverbot im Fußball gleichkommt, sowie die Höhe der beantragten Geldstrafe in keinem Verhältnis zu dem mir gemachten Vorwurf."

Eingeleitet wurden die Ermittlungen als Reaktion auf den Freshfields-Bericht über die WM-Affäre 2006, der am 4. März diesen Jahres veröffentlicht worden war. Der 65 Jahre alte Niersbach war am 9. November 2015 als DFB-Präsident zurückgetreten.

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