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"Wir sind Wikinger. Wir haben vor niemandem Angst"

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Das Island-Wunder geht weiter  

"Wir sind Wikinger. Wir haben vor niemandem Angst"

28.06.2016, 08:33 Uhr | Herzrasen

. Aron Gunnarsson und seine Teamkollegen feiern den Einzug ins Viertelfinale der EM.  (Quelle: dpa)

Aron Gunnarsson und seine Teamkollegen feiern den Einzug ins Viertelfinale der EM. (Quelle: dpa)

Kapitän Aron Gunnarsson riss sich das Trikot vom Leib und rannte in die Kurve, die isländischen Fans hörten gar nicht mehr auf zu singen. Mit einem fulminanten 2:1 im Achtelfinale der EM 2016 gegen England feierte Islands Nationalmannschaft den bedeutendsten Sieg in der Geschichte des Landes. Der Turnierdebütant sorgte zudem auch für eine der größten Überraschungen in der Historie der Europameisterschaften.

"Wir haben schon vor diesem Spiel gesagt, dass man bereit sein muss, wenn man das Beste vom Leben will. Und diese Jungs waren heute bereit. Das ist ein Tag, von dem wir für den Rest unseres Lebens sprechen werden", sagte Trainer Heimir Hallgrimsson.

Euphorie in der Heimat

In der Insel-Hauptstadt Reykjavík feierten mehr als 10.000 Menschen in Island-Blau - einige von ihnen mit Wikingerhelmen auf dem Kopf - auf dem Hügel Arnarhóll in der Innenstadt. Hierher war das Public Viewing vom zentralen Ingolfstorg verlegt worden, weil dort nicht mehr genug Platz für alle Fans war. Die Straßen in der Innenstadt waren wegen der erwarteten Menschenmassen gesperrt.

"Ich habe zwar noch keine Videos gesehen, aber ich glaube, unser Land steht Kopf. Es ist ein stolzer Moment, er bleibt für den Rest unseres Lebens in unseren Erinnerungen", sagte Kapitän Aron Gunnarsson.

Hodgson tritt zurück

Nach der frühen Führung Englands durch Wayne Rooney (4. Minute/Foulelfmeter) drehten die Isländer durch Ragnar Sigurdsson nur 80 Sekunden später (6.) und Kolbeinn Sigthorsson (18.) die Partie.

Mit taktischem Geschick sowie Lauf- und Kampfstärke verteidigten sie den Vorsprung gegen einen allerdings auch erschreckend harmlosen Kontrahenten. Nur kurze Zeit nach der Blamage erklärte Englands Teamchef Roy Hodgson seinen Rücktritt. Seine gleichberechtigten isländischen Kollegen Hallgrimsson und Lars Lagerbäck versuchten, das Erlebte in Worte zu fassen und schon den Blick nach vorne zu richten.

"Wir sind Wikinger. Wir haben vor niemandem Angst"

Am Sonntag will der Außenseiter in Saint-Denis nun auch den Titeltraum von EM-Gastgeber Frankreich beenden. "Wir sind optimistisch, wir glauben daran", sagte Hallgrimsson.

"Wir sind Wikinger. Wir haben vor niemandem Angst", sagte der zum "Man of the Match" gekürte Ragnar Sigurdsson und ergänzte: "Wir haben England geschlagen, also können wir auch Frankreich schlagen."

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