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EM 2016: Bayerns Super-Bubi stellt Ronaldo in den Schatten

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Portugal ohne Sieg ins Halbfinale  

Bayerns Super-Bubi stellt Ronaldo in den Schatten

01.07.2016, 09:20 Uhr | dpa, sid, t-online.de

EM 2016: Bayerns Super-Bubi stellt Ronaldo in den Schatten . Renato Sanches bejubelt seinen verwandelten Elfmeter gegen Polen, (Quelle: Reuters)

Renato Sanches bejubelt seinen verwandelten Elfmeter gegen Polen, (Quelle: Reuters)

Nicht Cristiano Ronaldo war der Protagonist bei Portugals EM-Viertelfinal-Erfolg gegen Polen (1:1 nach Verlängerung, 5:3 im Elfmeterschießen), sondern Renato Sanches.

Der erst 18-Jährige war bester Portugiese und zeigte, warum der FC Bayern München tief in die Tasche greift und rund 35 Millionen Euro für den Mittelfeldspieler an Benfica Lissabon überweist.

"Ein wundervoller Moment"

Laufstark, mit vielen gewonnenen Zweikämpfen, überzeugend im Dribbling und nicht zuletzt das fulminante Tor zum 1:1-Ausgleich (33. Minute): Sanches zeigte die ganze Palette seines Könnens. Als Krönung verwandelte der FCB-Neuzugang seinen Versuch im Elfmeterschießen bombensicher.

"Es ist ein wundervoller Moment für mich und das Team", sagte der Teenager nach der Partie: "Das ist ein Moment, den ich genießen muss."

Rekord für Sanches

Sanches stand erstmals bei der EM in der Startelf seines Landes und avancierte mit seinem Tor zum jüngsten Torschützen in der K.-o.-Runde einer Europameisterschaft. "Renato hat großartig gespielt. Er ist ein großes Versprechen, er kann noch besser werden in der Zukunft", sagte Portugals Nationaltrainer Fernando Santos.

Sanches wurde von der UEFA auch zum "Spieler des Spiels" gewählt. Trotz der Ehrung blieb der Youngster bescheiden. "Das Team kommt zuerst, dann individuelle Auszeichnungen", sagte er, "aber natürlich freue ich mich." Bereits im Achtelfinale gegen Kroatien (1:0 n.V.) war Sanches zum besten Spieler der Begegnung gewählt worden.

Der Traum vom Titel lebt für die Portugiesen also weiter - dabei sind die Südwesteuropäer bei der EM 2016 noch ohne Sieg in der regulären Spielzeit. Die Mannschaft um den erneut blassen Superstar Cristiano Ronaldo spielte in der Gruppenphase dreimal nur remis. Im Achtelfinale gegen Kroatien fiel die Entscheidung kurz vor Schluss in der Verlängerung, gegen Polen erst im Elfmeterschießen.

"Kein Glück, sondern harte Arbeit"

"Das ist kein Glück. Das ist viel harte Arbeit. So verdient man sich das Glück", sagte Sanches und blickte optimistisch voraus: "Jetzt haben wir eine Riesen-Herausforderung vor uns mit dem Halbfinale. Wir sind unserem Ziel wieder ein Stück nähergekommen."

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