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WM 2018 wirft dunkle Schatten voraus: Russland und seine Probleme

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Große gesellschaftliche Probleme  

Die WM 2018 in Russland lässt Schlimmes befürchten

12.07.2016, 12:49 Uhr | sid

WM 2018 wirft dunkle Schatten voraus: Russland und seine Probleme. Die Fußballstadien sind in Russland das kleinste Problem im Hinblick auf die WM 2018. (Quelle: imago/ITAR-TASS)

Die Fußballstadien sind in Russland das kleinste Problem im Hinblick auf die WM 2018. (Quelle: imago/ITAR-TASS)

Prügelnde Hooligans in den Stadien, Nationalisten im Parlament, hetzende Rassisten auf dem Land: Was in Frankreich während der EM passiert ist, lässt für die WM 2018 in Russland Schlimmes befürchten. Zwei Jahre vor der Ausrichtung der Weltmeisterschaft 2018 hat der Gastgeber mit gravierenden gesellschaftlichen Problemen zu kämpfen - und nebenbei liegt auch der Fußball des Riesenreichs am Boden.

Die Bilder aus Marseille am zweiten Turniertag schrecken die Fans jetzt schon ab, in zwei Jahren ihre Flüge in eine der elf Ausrichterstädte zu buchen. Horden, laut der Behörden "bestens vorbereitete" russische Randalierer, verletzten vor dem Vorrundenspiel gegen England gezielt dutzende Menschen, einige schwer. Es kam zu Jagdszenen, die von der Polizei nur schwer unter Kontrolle zu bekommen waren. Die Reaktionen aus Russland - sie machten fassungslos.

Putin witzelte über randalierende Fans

Staatspräsident Wladimir Putin verurteilte die Krawalle, deren Nachwehen Russland noch lange beschäftigen werden, zwar als "Schande". Fast im gleichen Atemzug machte der 63-Jährige aber einen Witz und sagte: "Ich verstehe wirklich nicht, wie 200 von unseren Fans Tausende Engländer aufgemischt haben sollen." Igor Lebedew, ein Vorstandsmitglied des russischen Verbandes RFS, feuerte die Schläger sogar noch an: "Macht weiter so!".

Das Problem ist nicht neu. In den Stadien der russischen Liga kommt es immer wieder zu Zwischenfällen. Dunkelhäutige Spieler werden verunglimpft, auf dem Land soll es zu geplanten Prügel-Orgien zwischen gewaltbereiten Fans kommen.

Geschätzt ein paar Tausend aktive Hooligans

Getan wird dagegen nur wenig, für viele gehört es dazu. "Es gibt keine Statistiken, nur Schätzungen", sagte der Hooligan-Experte und Filmemacher Wladimir Koslow. "Die genaueste Zahl, zu der wir gekommen sind, ist, dass es ein paar Tausend aktive Hooligans in ganz Russland gibt."

Die Organisation "Fare Network", die mit der Unterstützung der UEFA und FIFA, gegen Diskriminierung kämpft, teilte mit, sie sei "äußert besorgt", sollten Fans aus Afrika oder Asien in die WM-Städte reisen. Wie bereits vor den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi, wo 2018 auch gespielt wird, mahnen verschiedene Organisationen die Feindseligkeit gegenüber Homosexuellen an. Der Weltverband versucht zu beschwichtigen.

Sicherheitsaspekt hat höchste Priorität

"Russland wird die Fans in zwei Jahren willkommen heißen. Und der Aspekt Sicherheit hat für Russland höchste Priorität", sagte FIFA-Präsident Gianni Infantino der "Bild"-Zeitung. Seit der Vergabe im Dezember 2010 "entwickeln die russischen Behörden ein Sicherheitskonzept basierend auf den Erfahrungen von den Olympischen Spielen in Sotschi 2014 und anderen Großveranstaltungen". Es soll ein "Fußballfest" werden, meinte der Schweizer.

Sorgen über den Zustand der Stadien sind dagegen wohl eher nicht angebracht. Auch wenn einige der Arenen noch weit von der Fertigstellung entfernt sind, wird Russland alles daransetzen, ein glänzendes Turnier zu präsentieren. "Es gibt technische Schwierigkeiten, aber auf Baustellen in dieser Größenordnung ist das nicht auszuschließen", sagte WM-Organisationschef Alexej Sorokin.

Schon 2017 Confederations Cup in Russland

In drei Stadien kann bereits gespielt werden, die Bauarbeiten an den beiden größten Arenen (in Moskau und St. Petersburg) seien zu "85 Prozent" abgeschlossen. Die restlichen sieben Stadien "werden spätestens im September 2017" fertigstellt sein, sagte Sorokin.

Schon im kommenden Jahr wird in Russland der Confed Cup gespielt. Deutschland ist als Weltmeister qualifiziert, ebenso Europameister Portugal - die Fans werden ganz genau hinsehen.

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