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Franz Beckenbauer: Anwälte wehren sich gegen Behauptungen in der WM-Affäre

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"Ordnungsgemäß versteuert"  

Beckenbauer-Anwälte: Behauptungen sind falsch

14.09.2016, 17:23 Uhr | dpa

Franz Beckenbauer: Anwälte wehren sich gegen Behauptungen in der WM-Affäre. "Alles ordnungsgemäß": Die Anwälte von Franz Beckenbauer melden sich zu Wort. (Quelle: imago/DeFodi)

"Alles ordnungsgemäß": Die Anwälte von Franz Beckenbauer melden sich zu Wort. (Quelle: imago/DeFodi)

Die Anwälte von Franz Beckenbauer haben die Zahlung von 5,5 Millionen Euro an den 71-Jährigen vom Deutschen Fußball-Bund verteidigt. Die Juristen schrieben in einer Stellungnahme, dass die Behauptungen, Beckenbauer habe das Geld für die WM 2006 oder für ein Ehrenamt erhalten, falsch seien.

Beckenbauer habe die Einnahmen aus seinen werblichen Aktivitäten für den von ihm damals geworbenen nationalen WM-Sponsor (Oddset) auch "unverzüglich an seinem Wohnsitz in Österreich ordnungsgemäß versteuert", hieß es in dem Statement der Kanzlei Nesselhauf.

Lotto Bayern teilte mit, es habe im Zusammenhang mit der WM 2006 keine vertraglichen Beziehungen von Oddset und/oder der Lotterieverwaltung zu Beckenbauer gegeben. "Dementsprechend gab es auch keine Honorarvereinbarungen und keine Honorarzahlung. Vertragspartner von Herrn Beckenbauer war der DFB", hieß es weiter. "Das Werbehonorar erhielt Herr Beckenbauer vom DFB." Hauptverhandlungspartner der Lotterieverwaltung beim Verband sei dessen damaliger Präsident Theo Zwanziger gewesen.

Medien: Beckenbauer erhielt 5,5 Mio. Euro für WM

Neue Enthüllung im Skandal um die Fußball-WM 2006: Franz Beckenbauer hat für seine Arbeit als OK-Chef anders als bisher vom DFB dargestellt nicht ehrenamtlich gearbeitet.

Medien: Beckenbauer erhielt 5,5 Mio. Euro für WM. (Quelle: sid)


Anwälte: Grindel-Kritik nicht zutreffend

Am Dienstag hatten Medien berichtet, dass der damalige Chef des Organisationskomitees der WM 2006 den Betrag aus dem für die WM-Organisation gedachten Sponsorengeld erhalten habe. Versteuert wurde die Zahlung durch den DFB vier Jahre nach der WM. Beckenbauer soll die Schuld im März 2011 beglichen haben.

Laut Beckenbauers Juristen handelte es sich um eine Abzugssteuer, die nach einer Betriebsprüfung 2010 vom DFB gezahlt wurde. Diese werde fällig, wenn "Zahlungen an einen Steuerausländer geleistet werden". Beckenbauer habe das Geld nach Kenntnis der Betriebsprüfung "unverzüglich" erstattet.

Auf die von DFB-Präsident Reinhard Grindel geäußerte Kritik reagierten Beckenbauers Anwälte ebenfalls. Die Behauptung, dass Beckenbauer die Öffentlichkeit getäuscht habe, treffe nicht zu. Grindel hatte gesagt: "Für mich ist dieser ärgerliche Vorgang ein neuerlicher Beleg, dass das WM-OK auf Abschottung gesetzt hat, dass dort keine Transparenz geherrscht und die Öffentlichkeit in Teilen auch getäuscht worden ist."

Ungeklärte Zahlung im Blickpunkt

Im Zusammenhang mit der Affäre um das WM-Sommermärchen 2006 ermittelt derzeit die Schweizer Bundesanwaltschaft unter anderem gegen Beckenbauer und die früheren DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach und Theo Zwanziger. Die Behörde hatte kürzlich mitgeteilt, dass sie ein Strafverfahren "insbesondere wegen des Verdachts des Betrugs, der ungetreuen Geschäftsbesorgung, der Geldwäscherei sowie der Veruntreuung" eröffnet habe.

Im Zentrum dieser eigentlichen Affäre um die WM 2006 steht eine ungeklärte Zahlung in Höhe von 6,7 Millionen Euro, die zunächst an den katarischen Skandalfunktionär Mohamed bin Hammam ging, dann über das WM-OK und die FIFA zurück zu Kreditgeber Robert Louis-Dreyfus.

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