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VfL in der Krise, Gomez bleibt weiter tor- und ratlos

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"Habe so etwas noch nie erlebt"  

VfL in der Krise, Gomez bleibt weiter tor- und ratlos

03.10.2016, 15:04 Uhr | sid

VfL in der Krise, Gomez bleibt weiter tor- und ratlos. Versteht die Welt nicht mehr: Wolfsburg-Stürmer Mario Gomez am Boden.  (Quelle: dpa)

Versteht die Welt nicht mehr: Wolfsburg-Stürmer Mario Gomez am Boden. (Quelle: dpa)

Mario Gomez stapfte mit gesenktem Haupt durch den Regen und applaudierte auf der Ehrenrunde zaghaft in Richtung der unzufriedenen Fans. Wieder hatte der deutsche Nationalstürmer trotz bester Gelegenheiten seinen ersten Treffer für den VfL Wolfsburg verfehlt.

Und wieder stand der Sommer-Neuzugang sinnbildlich für die sich immer weiter verschärfende Krise des selbst ernannten Europacup-Anwärters.

"Ein bitterer Moment für uns alle"

Beim trostlosen 0:0 gegen den FSV Mainz 05 war der VfL zum fünften Mal hintereinander sieglos geblieben - nach sechs Spieltagen steckt die hoch gehandelte Mannschaft von Trainer Dieter Hecking im unteren Tabellendrittel fest. "Es ist ein bitterer Moment für uns alle", sagte ein ratloser Gomez: "Ich habe so etwas noch nie erlebt in meiner Karriere."

Gomez und Co. hatten sich im Vergleich zum desolaten Auftritt bei Werder Bremen (1:2) deutlich gesteigert, sie agierten bissig in den Zweikämpfen und kamen vor allem nach Standards zu einigen Möglichkeiten. Doch mit erschreckender Verlässlichkeit versagten vor dem Tor die Nerven.

Nicht nur Gomez scheitert kläglich

Gomez vergab im zweiten Durchgang zwei Mal (51. und 57.) aus aussichtsreicher Position, doch auch Ricardo Rodriguez (4.), VfL-Kapitän Jakub Blaszczykowski, dessen Volleyschuss nach der Faustabwehr des Mainzer Schlussmanns Jonas Lössl auf die Querlatte tropfte (36.), oder Julian Draxler (68.) scheiterten teils kläglich.

Nationalspieler Draxler hatte Lössl bereits umkurvt, doch Giulio Donati kratzte den Ball im letzten Moment noch von der Linie. "Es kann Unvermögen sein, es kann Pech sein. Wir müssen es herausfinden", sagte Gomez.

Fans skandieren "wir wollen euch kämpfen sehen"

Der erhoffte Befreiungsschlag blieb somit aus - und die Fans hielten mit ihrer Meinung nicht hinterm Berg. "Wir wollen euch kämpfen sehen", hallte es schon 20 Minuten vor dem Ende durch die Arena.

Hecking, um dessen Position beim VfL auch in der Länderspielpause diskutiert werden dürfte, stellte sich schützend vor sein Team. "Die Mannschaft hat alles versucht und viel investiert, aber die Belohnung nicht bekommen. Wir werden weiter daran arbeiten, dass es besser wird", sagte er. "Wir hatten das Spiel über weite Strecken im Griff, aber es fehlt noch ein bisschen die Leichtigkeit. Manchmal hat man Phasen, wo es nicht fluppt", so Hecking weiter.

Hecking trotzdem zufrieden

Seine Mannschaft habe trotz allem alles begriffen. "Nach dem Bremen-Spiel ist sie zu Recht kritisiert worden. Die Mannschaft gibt in jedem Training Gas und sie hat auch heute Gas gegeben. Jetzt müssen wir den Kopf wieder hochnehmen, auch wenn die Enttäuschung groß ist. Wer heute im Stadion war, der hat gesehen, dass diese Mannschaft gewollt hat", resümierte der Coach.

Auch Allofs nimmt Team in Schutz

Ähnlich sah es Geschäftsführer Klaus Allofs, der im Stadionheft eindringlich einen Sieg gefordert hatte. "Man kann der Mannschaft vieles vorwerfen, aber nicht, dass sie nicht gekämpft hat. Wir sind alle enttäuscht, dass wir die Chancen nicht genutzt haben", sagte er.

Mainz verdiente sich den Punkt derweil mit einem leidenschaftlichen und kämpferischen Auftritt unterdessen redlich. Drei Tage nach der erfolgreichen "Abenteuerreise" nach Aserbaidschan (3:2 in der Europa League beim FK Qäbälä) bewies das Team von Coach Martin Schmidt erneut seine Auswärtsstärke und blieb in der Fremde zum dritten Mal hintereinander ungeschlagen (7 Auswärtspunkte).

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