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Fußball: Ex-Nationalspieler Cacau beendet Karriere

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Fußball  

Ex-Nationalspieler Cacau beendet Karriere

11.10.2016, 11:55 Uhr | dpa

Fußball: Ex-Nationalspieler Cacau beendet Karriere. Der 23-malige Nationalspieler Cacau hat seine Karriere beendet.

Der 23-malige Nationalspieler Cacau hat seine Karriere beendet. Foto: Andreas Gebert. (Quelle: dpa)

Stuttgart/Korb (dpa) - Der ehemalige Nationalspieler Cacau hat seine Fußballkarriere offiziell beendet. Dies bestätigte der 35-Jährige in mehreren Interviews. Der zuletzt vereinslose Stürmer erzielte in 23 Länderspielen für Deutschland sechs Tore.

Zu den Höhepunkten des gebürtigen Brasilianers zählte die WM-Teilnahme 2010 in Südafrika.

"Alle meine Träume haben sich erfüllt", sagte Cacau im Interview der "Stuttgarter Zeitung" und der "Stuttgarter Nachrichten". Er sei nun 15 Jahre lang Profi gewesen. "Es war ein längerer Prozess, in dem die Entscheidung gereift ist", begründete er in der "Bild" seinen Schritt. Zudem seien die letzten Anfragen aus unteren Ligen oder dem Ausland nicht interessant gewesen. Er wolle mit seiner Familie in Korb wohnen bleiben.

Cacau kam über Türk Gücü München und den 1. FC Nürnberg 2003 zum VfB Stuttgart. Bei den Schwaben schoss er in 263 Bundesligaeinsätzen 80 Tore. Der deutsche Meistertitel 2007 zählte zu seinen größten Erfolgen mit dem Traditionsverein. Nach einem Gastspiel beim japanischen Erstligisten Cerezo Osaka (2014 bis 2015) kehrte der gläubige Christ im Frühjahr zum VfB zurück. Er absolvierte neun Partien beim Drittligateam, konnte den Abstieg aber nicht verhindern.

In dieser Woche beginnt Cacau ein Sportmanagement-Fernstudium in Nürnberg. Für die Zukunft traue er sich "eine verantwortungsvolle Aufgabe in der Bundesliga zu", versicherte er. Zurzeit fungiert er als Integrationsbotschafter des Deutschen Fußball-Bundes. In einem am Dienstag veröffentlichten DFB-Interview verurteilte er rechtsextreme Straftaten gegen Flüchtlinge: "Das ist nicht das Deutschland, das ich kenne. Aber man darf sich auch nicht zu sehr ängstigen lassen. Das ist nicht die Mehrheit, es sind nur einzelne Wirrköpfe oder radikale Gruppen, die wir trotzdem ernst nehmen sollten."

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