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WM 2018: Niederlande droht historischer Tiefpunkt

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"Direkte Qualifikation eine Utopie"  

Oranje droht historischer Tiefpunkt

11.10.2016, 12:59 Uhr | Patrick Reichardt/Annette Birschel, dpa

WM 2018: Niederlande droht historischer Tiefpunkt. Die niederländischen Spieler schleichen geschlagen vom Platz. (Quelle: imago/MIS)

Die niederländischen Spieler schleichen geschlagen vom Platz. (Quelle: MIS/imago)

Nach der ersten niederländischen Heimpleite in einem WM-Qualifikationsspiel seit 16 Jahren musste Danny Blind an den verletzten Arjen Robben denken. "Der Mann, der dann das Tor machen kann, sitzt verletzt zu Hause", konstatierte der Oranje-Trainer nach dem 0:1 gegen Frankreich.

Der Offensivspieler vom FC Bayern fehlte wegen einer Rippenprellung, nach einer Zerrung im Oberschenkel musste obendrein auch Wesley Sneijder passen. Und ohne die beiden Leistungsträger war nichts zu holen.

Unerbittlicher Modus

Der unerbittliche Modus, wonach sich in der Gruppe mit Frankreich, Schweden und den Niederlanden nur eine Mannschaft direkt fürs Turnier 2018 in Russland qualifiziert, wird für die Elftal schon früh zum Problem. Nach der Punkteteilung in Schweden im September konnte auch das zweite Duell mit einem direkten Konkurrenten nicht gewonnen werden.

"Oranje weiß, wo es steht. Nach der Meisterleistung des Favoriten Frankreich in der Arena scheint es deutlich: Die direkte Qualifikation ist eine Utopie", schrieb die Zeitung "De Telegraaf".

Vor genau einem Jahr hatten die Niederländer durch ein 2:3 gegen Tschechien vor heimischem Publikum die Qualifikation für die EM 2016 verspielt. Nun droht dem Team ein erneut historischer Tiefpunkt und ein ähnliches Szenario wie vor 30 Jahren. Damals war nacheinander die EM 1984 und die WM 1986 verpasst worden.

Flucht in Zweckoptimismus

"Es sind erst drei Spiele gespielt. Es sind noch sieben. Der erste Platz ist noch nicht verloren", flüchtete sich Blind in Zweckoptimismus.

"De Volkskrant" hatte immerhin eine "unglückliche Niederlage" beobachtet: "Oranje ist eine harmonische, hart arbeitende Mannschaft mit Wachstumspotenzial", schrieb das Blatt. Auch Blind sah trotz der Ausfälle und der Niederlage einige positive Ansätze. "Meiner Meinung nach wäre ein Unentschieden verdient gewesen. Beinahe hätten wir das auch geschafft." 

Fehler vom Oranje-Schlussmann

So aber blieb es bei einem französischen Tor durch Paul Pogba (30. Minute). Vor allem Oranje-Schlussmann Maarten Stekelenburg sah da nicht gut aus. "Den muss ich halten. Das ist kein Patzer mehr, das ist schlicht ein Fehler", sagte der Keeper. Auch Blind erklärte: "Den hätte er halten müssen." 

Stekelenburg hatte den wuchtigen Schuss des französischen Superstars über seine Handschuhe rutschen lassen. "Pogba war entscheidend mit seinem Tor, aber auch entscheidend im Spiel", sagte Frankreichs Trainer Didier Deschamps, dessen Team die Qualifikationsgruppe A nach drei Spielen punkt- und torgleich mit Schweden anführt.

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