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Deutschland - Nordirland: Debatte um Mario Götze nach Sieg in WM-Quali

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Sieg gegen Nordirland, aber...  

Eine Diskussion bleibt dem DFB-Team nicht erspart

12.10.2016, 13:32 Uhr | t-online.de

Eine Diskussion bleibt dem DFB-Team nicht erspart

Thomas Tamberg über den Sieg der Nationalmannschaft gegen Nordirland.

Thomas Tamberg über das Spiel gegen Nordirland. (Quelle: t-online.de)


Aus Hannover berichtet Thomas Tamberg

Ilkay Gündogan strahlte. "Das war ein Neuanfang für mich", sagte der 25-Jährige in der Mixed Zone, bevor er noch in der Nacht mit Mesut Özil Richtung London aufbrach. Dort verbringen die beiden Freunde gemeinsam den Mittwoch. Gündogan: "Und am Donnerstag fahre ich dann ganz gemütlich mit dem Zug zwei Stunden nach Manchester."

So hört es sich an, wenn die deutsche Nationalmannschaft zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage eine starke Vorstellung abgeliefert hat und es auch den kritischsten Beobachtern schwer fällt, ein Haar in der Suppe zu finden. Da wird dann schon mal über das Reiseverhalten der Stars gesprochen.

Bierhoff: "Ein Top-Start"

Dank der Treffer von Julian Draxler (13. Minute) und Sami Khedira (17.) setzte sich die Nationalmannschaft in der Qualifikation zur WM 2018 vor 42.132 Zuschauern in Hannover mit 2:0 gegen Nordirland durch und führt nach drei Spieltagen mit neun Punkten und einem Torverhältnis von 8:0 souverän die Tabelle vor Aserbaidschan mit sieben Zählern an.

"Das war ein top Start", sagte Team-Manager Oliver Bierhoff hinterher und war vor allem mit der Art und Weise zufrieden, wie das Team aufgetreten sei. "Die Zuschauer haben gemerkt, dass eine Mannschaft gespielt hat, die Spaß hat.“

Khedira der auffälligste deutsche Spieler

Wie schon beim 3:0-Sieg gegen Tschechien zeigte die DFB-Elf von Beginn an einen inspirierten Auftritt und sorgte dafür, dass der Funke auf das Publikum übersprang. Mit ein bisschen Glück hätte sie zur Pause deutlich höher führen können. Im zweiten Durchgang beschränkte sich die Nationalmannschaft darauf, das Spiel zu kontrollieren.

"Wir haben dann nicht mehr 100 Prozent gegeben und die Zielstrebigkeit und Entschlossenheit nach vorne vermissen lassen“, sagte Sami Khedira. Der Mittelfeldspieler war der auffälligste deutsche Spieler an diesem Abend. Zuletzt wurde viel darüber diskutiert, ob er seinen Platz an den wiedergenesenen Gündogan verlieren könnte.

"Achteinhalb Jahre wird diskutiert, ob ich spiele"

Khedira zeigte sich darüber amüsiert. "Ich bin jetzt neun Jahre bei der Nationalmannschaft dabei, achteinhalb Jahre wird darüber diskutiert, ob ich spiele oder nicht“, sagte der Star von Juventus Turin. "Ich kenne meine Qualitäten. Man wird für seine Arbeit belohnt und die mache ich. Ich habe in beiden Spielen meine Leistung gebracht."

WM 2018 
Löw zufrieden: "Es war ein müheloser Sieg"

Bundestrainer Joachim Löw analysiert den Erfolg über Nordirland. Video

Ein mit harten Bandagen geführter Konkurrenzkampf zwischen ihm und Gündogan lässt sich ohnehin nicht konstruieren. "Sami und ich verstehen uns extrem gut und gönnen uns unsere Leistung“, sagte Gündogan. Dass der Juve-Spieler seinen Platz nicht freiwillig räumen wolle, empfindet Gündogan als völlig normal. "Wer will das schon?".

Götze fehlt die Durchschlagskraft

Und so richtete man dann doch wieder das Augenmerk auf die leidige Stürmerdebatte. Als es nach siebzehn Minuten bei den Nordiren bereits zweimal eingeschlagen hatte, hofften viele auf ein Schützenfest. Doch das blieb aus. Mario Götze war das Bemühen zwar anzusehen, doch der Dortmunder hat derzeit auch ein bisschen Pech. Sein Treffer zum vermeintlichen 3:0 wurde die Anerkennung verweigert, da der Ball vorher im Toraus war.

Im späteren Verlauf hatte er es gegen die hartnäckig verteidigenden Nordiren schwer, Akzente zu setzen. Und hohe Flanken waren kein probates Mittel. Mit Mario Gomez fehlte dem Bundestrainer Joachim Löw verletzungsbedingt sein Plan B. Daher wird die Diskussion um die Durchschlagskraft der deutschen Offensive wohl noch eine Weile weitergehen, auch wenn Mitspieler stets eine Lanze für Götze brechen.

"Mario hat sich extrem reingehauen und in den Dienst der Mannschaft gestellt. Es wird von alleine kommen, dass er wieder treffen wird. Er macht gerade eine Entwicklung durch", sagte Gündogan über seinen Teamkollegen und sah dabei durchaus Parallelen zu seiner eigenen Situation. Auch er mache gerade eine Entwicklung durch.

Mannschaft hat wieder Spielwitz und Leidenschaft

Bei der WM und EM fehlte er jeweils aufgrund von Verletzungen. Jetzt ist der Neueinkauf von Manchester City wieder fit und träumt davon, bei der nächsten WM dabei zu sein. "Es war eine schöne Woche für mich und schön, die Atmosphäre mitzunehmen. Ich kam zweimal zum Einsatz und bin sehr zufrieden."

Damit sprach er wohl allen rund um die Nationalmannschaft aus dem Herzen. Löw hat es geschafft, der Mannschaft die nachweltmeisterschaftliche Lethargie auszutreiben und ihr wieder Spielwitz und Leidenschaft einzuhauchen. Die individuelle Klasse war ohnehin immer da. So kann es also weitergehen. Nicht nur für Gündogan, sondern auch für den Rest des Teams.

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