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Rummenigge tobt nach Remis in Frankfurt: "Das war nicht Bayern München"

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Nur Remis in Frankfurt  

Rummenigge tobt: "Das war nicht Bayern München"

16.10.2016, 11:48 Uhr | t-online.de

Rummenigge tobt nach Remis in Frankfurt: "Das war nicht Bayern München".  (Quelle: dpa)

Marco Fabian trifft, die Münchner Rafinha, Jerome Boateng und Thomas Müller (von links) schauen bedröppelt drein. (Quelle: dpa)

Karl-Heinz Rummenigge wirkte persönlich beleidigt. Fuchsteufelswild und mit puterrotem Gesicht eilte er aus der Kabine und begann bereits in der Mixed Zone mit Teil eins der Krisenbewältigung. "Das war nicht der FC Bayern München in der ersten Halbzeit, so kann man nicht auftreten. Das war nicht akzeptabel, man muss mit einer anderen Einstellung auf den Platz gehen", schimpfte der FCB-Vorstandschef nach dem schmeichelhaften 2:2 (1:1) bei Eintracht Frankfurt.

Rummenigge war nach dem dritten sieglosen Spiel des erschreckend anfälligen und fehlerhaften Rekordmeisters in Folge kaum zu bremsen mit seiner ungewohnt offenen Kritik. Eine "andere Gangart" wurde gefordert. "Denn man muss hin und wieder den Finger in die Wunde legen, wenn eine Wunde da ist", sagte er und konnte auch Stunden nach dem Abpfiff die Aussetzer des lahmenden Starensembles nicht fassen. Zuletzt hatte es eine solche Durststrecke der Münchner im Mai 2015 gegeben.

Druck auf Ancelotti wächst

Der Druck auf den neuen Coach Carlo Ancelotti ist schon überraschend früh in der Saison erstaunlich hoch. Und der smarte Italiener scheint das zu spüren und will die Zügel anziehen. "Wir haben die ersten 45 Minuten geschlafen, das ist in jedem Spiel zu viel. Ich muss das ändern, ich will mein Team sehen. Ich werde Wechsel vornehmen", sagte Ancelotti mit Blick auf das Champions-League-Spiel am Mittwoch gegen den PSV Eindhoven.

Auch Nationalspieler Mats Hummels war nach der schwachen Kollektivleistung mit vielen Fehlpässen alarmiert und sprach etwas verklausuliert von "einigen Gründen", die für das derzeitige Gesicht des Bundesliga-Tabellenführers verantwortlich seien. "Darüber werden wir intern reden. Wir müssen viele Dinge verbessern, denn wir sind lange noch nicht da, wo wir hinwollen", klagte Hummels.

Ausgleich in Unterzahl kassiert

Wohlwissend, dass noch einige Arbeit auf Ancelotti wartet. Gleich zweimal hatten die Bayern Führungen durch Arjen Robben (10. Minute) sowie Joshua Kimmich (62.) verspielt - und den Ausgleich durch Frankfurts überragenden Marco Fabian (78.) nach der Gelb-Roten Karte für Szabolcs Huszti (65.) sogar in Unterzahl kassiert. Eigentlich unwürdig für das Starensemble von der Isar, das wieder vom Triple träumt.

Dem nach seiner Rippenverletzung in die Startelf zurückgekehrten Torschützen Robben schwante dann auch Übles. "Wir müssen schnell wieder zu alter Form finden, damit die Gegner nicht das Gefühl haben, dass man gegen uns was gewinnen kann." Der Niederländer möchte, dass sich jeder einzelne hinterfrage, "denn so können wir nicht weitermachen."

Schwächen in der Hintermannschaft

Bezeichnend, dass auch die Frankfurter überrascht waren von den Schwächen in der Hintermannschaft des Topfavoriten. "Mein Team hat so viele Chancen herausgespielt, das konnte es selbst nicht glauben", verriet Eintracht-Coach Niko Kovac

Seine mutig agierende Elf hätte angesichts der guten Möglichkeiten - unter anderem traf Timothy Chandler den Pfosten (15.) - sogar den Sieg verdient gehabt. Sportdirektor Bruno Hübner sprach von einem "tollen Charakter" der Gastgeber. Carlo Ancelotti konnte da nur müde lächeln.

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