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Nationalmannschaft beim Papst: Joachim Löw war beeindruckt

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"Hat uns alle erreicht"  

Frühe Privataudienz vom Papst für das DFB-Team

14.11.2016, 14:33 Uhr | dpa

DFB-Team erhält Privat-Audienz beim Papst

Der argentinische Papst Franziskus hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am Montag zu einer Privat-Audienz in den Vatikan eingeladen.

DFB-Team erhält Privat-Audienz beim Papst. (Quelle: Reuters)


Joachim Löw war beeindruckt. "Es war sehr schön", sagte der Bundestrainer nach der frühen Audienz beim Heiligen Vater. Nach knapp einer Stunde endete für die deutsche Nationalmannschaft der Besuch im Vatikan.

"Er hat uns alle erreicht", sagte DFB-Chefcoach Löw zur Botschaft, die Papst Franziskus dem Weltmeister mitgegeben hatte.

"Das war schon beeindruckend", bemerkte Jungprofi Serge Gnabry, der beim jüngsten 8:0-Sieg in der WM-Qualifikation in San Marino als Länderspiel-Neuling mit einem mutigen Spiel und einem Tore-Dreierpack aufgefallen war. "So eine Gelegenheit bekommen nicht viele Menschen, den Papst zu erleben", ergänzte er. Um 9.14 fuhren die beiden gelben Reisebusse mit Löw, seinen 20 Spielern und dem restlichen DFB-Tross wieder aus dem Vatikan.

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Mannschaft hat Geschenk für Papst

Der Besuch beim Papst hatte eine besondere Note. Franziskus ist Argentinier und großer Fußball-Fan. Nun traf er auf die Akteure, die seinem Heimatland vor gut zwei Jahren in Rio de Janeiro den WM-Titel verwehrt hatten. Die Münchner Thomas Müller und Mats Hummels überreichten dem Papst ein signiertes Trikot des Weltmeisters.

Leistungssport verlange nicht nur viel Disziplin und persönliche Opferbereitschaft, sondern auch Achtung vor dem anderen und Teamgeist, sagte der Papst. "Das macht euch als Mannschaft erfolgreich und lässt euch eure Verantwortung jenseits des Spielfelds wahrnehmen gerade für die jungen Menschen, denen ihr oft als Vorbild dient", erklärte der Heilige Vater. Franziskus dankte den Spielern für ihr soziales Engagement. "Auch auf diese Weise tragt ihr zum Aufbau einer gerechteren und solidarischeren Gesellschaft bei."

Gleich nach dem Frühstück hatten sich Müller, Hummels und ihre Kollegen in dunklen Anzügen auf den Weg gemacht. Angeführt wurde die Delegation von DFB-Präsident Reinhard Grindel, der im Apostolischen Palast einige Worte an den Papst richtete. Die Mannschaft schenkte dem Papst zudem ein Tuch, das von Kindern und Jugendlichen aus dem Haus "Manus" bemalt wurde. Das Kinderhaus wird von der Stiftung des DFB-Kapitäns Manuel Neuer betrieben.

Höhepunkt der DFB-Visite in Rom

Um 8.21 Uhr passierten die Weltmeister-Busse den südlichen Eingang zum Vatikan. Beobachter wurden freundlich, aber direkt von der Schweizer Garde und der Gendarmeria abgewiesen. Nur ein Fan im deutschen Weltmeister-Trikot aus Köln hatte am Eingang des Vatikans einen Blick auf die deutschen Spieler erhaschen wollen.

Die Privataudienz beim Heiligen Vater war Höhepunkt und Abschluss der knapp zweitägigen DFB-Visite in Rom.

Dritter Sieg gegen Italien in Folge?

Nach dem Besuch fuhr die Mannschaft direkt zum Flughafen. Dort wartete die Chartermaschine nach Mailand, wo am Dienstag (ab 20.30 Uhr im Live-Ticker bei t-online.de) das Testspiel gegen die Squadra Azzurra auf dem Programm steht. Es ist das letzte Länderspiel des Jahres.

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Das DFB-Team will den dritten Sieg in Serie gegen Italien einfahren. Das gelang in bislang 34 Spielen seit 1923 noch nie. In diesem Jahr gewann man zunächst den Test im März in München mit 4:1 und schaffte dann mit dem packenden 6:5 im Elfmeterschießen im EM-Viertelfinale von Bordeaux den ersten Pflichtspielsieg überhaupt gegen den langjährigen Angstgegner.

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