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Italien - Deutschland: Videobeweis leistet dreimal Hilfe

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Löw hat "nichts dagegen"  

Videobeweis leistet bei DFB-Spiel dreimal Hilfe

16.11.2016, 09:42 Uhr | t-online.de, dpa, sid

Italien - Deutschland: Videobeweis leistet dreimal Hilfe. Kevin Volland trifft ins italienische Tor - aber aus Abseitsposition. (Quelle: imago/Jan Huebner)

Kevin Volland trifft ins italienische Tor - aber aus Abseitsposition. (Quelle: Jan Huebner/imago)

Die deutsche Nationalmannschaft hat ihre Premiere mit dem Videobeweis hinter sich. Beim 0:0 im Klassiker gegen Italien kam das Instrument in drei strittigen Szenen zum Einsatz, allzu großen Einfluss hatte es aber nicht. Entsprechend zeigten sich die Beteiligten zurückhaltend zufrieden.

"Wenn das System ausgereift sein wird, kann man es akzeptieren", sagte Bundestrainer Joachim Löw in der ARD: "So, wie es jetzt geregelt ist, finde ich es ganz gut, mit dem Schiedsrichter vor dem Monitor."

Unterbrechungen dürfe es durch den Videobeweis nicht geben, mahnt der Weltmeister-Coach. Wenn es bei kurzen Entscheidungen bleibe, "dann habe ich nichts dagegen".

"Video Assistant Referee" bestätigt Vollands Abseitsstellung

FIFA-Präsident Gianni Infantino zog ein positives Fazit. "Wir sind sehr zufrieden. Natürlich ist noch nicht alles perfekt, aber wir testen ja noch", sagte Infantino nach dem Länderspiel im Giuseppe-Meazza-Stadion in Mailand.

Es habe in der zweiten Hälfte "drei Szenen" gegeben, in denen der sogenannte "Video Assistant Referee" dem portugiesischen Unparteiischen Artur Soares Dias Hilfe gegeben habe, führte Infantino weiter aus. Zweimal sei die Frage gewesen, "Elfmeter oder nicht", einmal hatte Soares Dias bei einem vermeintlichen Tor von Kevin Volland auf Abseits entschieden. "Und in allen drei Fällen hat der Video-Schiedsrichter die Entscheidungen sofort bestätigt", sagte der Boss des Weltverbandes.

Infantino hofft auf Videobeweis bei WM 2018

Man werde jetzt "sehen, wie das System funktioniert und weitertesten. Wir müssen zu Automatismen kommen", sagte Infantino. Der nächste Schritt sei dann ein Monitor am Spielfeldrand, "an dem der Schiedsrichter selbst schauen kann, wenn er Zweifel an einer Entscheidung hat".

Infantino erneuerte die Hoffnung, den Video-Schiedsrichter bei der WM 2018 in Russland einsetzen zu können. "Ich hoffe doch, dass wir es sehen werden."

In der Bundesliga geht der Videobeweis 2017/2018 "online"

In Mailand war der "Video Assistant Referee" international erst zum zweiten Mal eingesetzt worden, das erste Mal bei einem Spiel mit deutscher Beteiligung. Internationale Premiere hatte das System beim Länderspiel zwischen Italien und Vize-Europameister Frankreich (1:3) Anfang September gefeiert.

In der Bundesliga wird der Videobeweis derzeit noch offline getestet. Zwischen dem Assistenten und dem Schiedsrichter gibt es keinen Kontakt. Zur Saison 2017/18 soll der Videobeweis dann in der Bundesliga "online" gehen. Eine endgültige Entscheidung, ob der Videobeweis eingeführt wird, wird der International Football Association Board (IFAB) 2018 treffen.

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