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Brasilianischer Erstliga-Klub Chapecoense in Kolumbien abgestürzt

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Fünf Überlebende geborgen  

Flugzeug mit brasilianischem Erstligisten abgestürzt

29.11.2016, 10:49 Uhr | t-online.de

Brasilianischer Erstliga-Klub Chapecoense in Kolumbien abgestürzt.  (Quelle: imago)

Das Wrack lässt kaum noch auf eine Charter-Maschine schließen. (Quelle: imago)

Tragisches Flugzeugunglück in Südamerika: Gegen 22 Uhr Ortszeit ist Montagabend eine Maschine mit der Mannschaft des brasilianischen Fußballteams Chapecoense rund 50 Kilometer vor der kolumbianischen Stadt Medellín abgestürzt.

An Bord befanden sich neun Besatzungsmitglieder und 72 Passagiere. Bislang wurden 25 Tote und fünf Überlebende geborgen. Unter den Überlebenden befand sich auch der Abwehrspieler Alan Ruschel.

Bei der verunglückten Maschine handele es sich um eine Avro RJ der bolivianischen Fluggesellschaft Lamia. "Wir wissen noch nicht, ob dem Flugzeug das Benzin ausgegangen ist, es einen technischen Defekt gab oder ob das schlechte Wetter die Ursache war", sagte Elkin Ospina, Bürgermeister von La Ceja, der französischen Nachrichtenagentur "AFP". Die Absturzstelle kann aufgrund des schlechten Wetters in dem Gebiet nur über Land erreicht werden. Das teilte der Flughafen von Medellín mit.

Unglück vor Copa-Finale

Das Team des brasilianischen Fußball-Klubs war auf der Reise nach Medellín, um am Mittwoch das Final-Hinspiel in der Copa Sudamericana gegen Atlético Medellín zu bestreiten. Das Spiel wurde nach dem Flugzeugunglück abgesagt. Via Twitter teilte der Klub mit, dass man die amtliche Erklärung der kolumbianischen Luftbehörde abwarte, bevor man sich öffentlich äußere.

Der brasilianische Fußball-Verband CBF war tief bestürzt: "Wir drücken unsere Solidarität aus und beten für die Passagiere und die Besatzung des Fluges."

Ähnliche Fälle in der Vergangenheit

Der Absturz ist nicht das erste schwere Flugzeugunglück, das einen Profi-Verein betrifft. Am 6. Februar 1958 war ein Flugzeug mit der englischen Fußballmannschaft Manchester United in München beim dritten Startversuch von der Landebahn abgekommen und explodiert. Von den 44 an Bord befindlichen Personen, darunter auch Fans und Sportjournalisten, kamen 23 ums Leben.

Am 7. September 2011 verunglückte ein Charterflug mit nahezu der gesamten Mannschaft des russischen Eishockeyklubs Lokomotiwe Jaroslawl. Darunter befand sich auch der deutsche Nationalspieler Robert Dietrich.

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