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Fußballer des Jahres: Kroos-Berater kritisiert Wahl von Philipp Lahm

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"Fußballer des Jahres"  

Kroos-Berater kritisiert Wahl von Philipp Lahm

25.07.2017, 10:39 Uhr | gh, t-online.de, sid

Fußballer des Jahres: Kroos-Berater kritisiert Wahl von Philipp Lahm. Toni Kroos setzte sich mit Real Madrid im Viertelfinale der Champions League gegen Philipp Lahm (r.) und den FC Bayern durch. (Quelle: imago/Ulmer)

Toni Kroos setzte sich mit Real Madrid im Viertelfinale der Champions League gegen Philipp Lahm (r.) und den FC Bayern durch. (Quelle: Ulmer/imago)

Die Kritik an der Wahl von Philipp Lahm zum Fußballer des Jahres 2017 wächst. Von einer "großen Fehlentscheidung" schrieb "Spiegel online". Reiner Calmund nahm in seiner Kolumne bei t-online.de – wie immer – kein Blatt vor den Mund und schrieb, dass er Toni Kroos gewählt hätte. Jetzt spricht der Berater des Real-Stars Klartext.

Volker Struth, der den deutschen Weltmeister vertritt, hat die Wahl des Ex-Bayern-Kapitäns scharf kritisiert. Lahm sei "ein außergewöhnlicher Spieler – der Fußballer des Jahres hätte aber Toni Kroos heißen müssen", schrieb Struth in einer Stellungnahme auf der Homepage seiner Agentur Sportstotal.

"Kroos war der herausragende Spieler der Saison"

"Dass Philipp Lahm eine außergewöhnliche Karriere beendet und sich viele Erfolge und Verdienste für den deutschen Fußball erworben hat, steht außer Frage", führte Struth aus: "Wenn aber ein Fußball-Fachmagazin die Mitglieder des Verbandes Deutscher Sportjournalisten zur Wahl des 'Fußballer des Jahres 2017' aufruft, muss der herausragende Spieler der vergangenen Saison gewürdigt werden. Und das war ohne Zweifel Toni Kroos."

Kroos hatte als Schlüsselspieler bei Real Madrid großen Anteil an der historischen Verteidigung des Champions-League-Titels und dem Gewinn der spanischen Meisterschaft. Lahm gewann mit den Bayern die Meisterschale in der Bundesliga, schied jedoch in der Königsklasse im Viertelfinale gegen Madrid aus. Dennoch setzte er sich mit 242 Stimmen vor Kroos (192) und Bundesliga-Torschützenkönig Pierre-Emerick Aubameyang (120) von Borussia Dortmund durch.

Kroos führt beim t-online.de-Voting

"Es ist eine große Auszeichnung. Ich denke, dass die deutschen Sportjournalisten bei dieser Wahl wohl meine ganze Karriere gesehen haben", schätzte Lahm seine Wahl im "Kicker" ein. Das Nürnberger Fachblatt organisiert diese Wahl bereits seit 1960.

Votum "ad absurdum geführt"

Struth meint dagegen: "Bei einer solchen Wahl müssen fachliche Kriterien ausschlaggebend sein – und keine emotionalen. Dies ist keine Einzelmeinung, denn viele Rückmeldungen von Vereins- und Medienvertretern der Bundesliga und im Ausland bestätigen mich in dieser Ansicht." So werde das Votum zum 'Fußballer des Jahres' "ad absurdum geführt".

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