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FIFA-Prozess: Kuriose Tarnnamen bei Schmiergeldzahlungen

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FIFA-Prozess  

"Benz" und "Toyota": Kuriose Tarnnamen bei Schmiergeldzahlungen

21.11.2017, 10:41 Uhr | dpa

FIFA-Prozess: Kuriose Tarnnamen bei Schmiergeldzahlungen . Der ehemalige Präsident des venezolanischen Fußball-Verbandes, Rafael Esquivel, wurde vermutlich "Benz" genannt.  (Quelle: dpa/Andrew Gombert)

Der ehemalige Präsident des venezolanischen Fußball-Verbandes, Rafael Esquivel, wurde vermutlich "Benz" genannt. (Quelle: Andrew Gombert/dpa)

Neue pikante Details im FIFA-Korruptionsskandal: Die Zahlungen von mutmaßlichen Schmiergeldern an ehemalige Fußball-Funktionäre für die Vergabe von Fernsehrechten liefen offenbar nach einem ausgeklügelten System ab. 

Im Prozess um den FIFA-Korruptionsskandal sagte der frühere Mitarbeiter einer argentinischen Sportmarketingfirma, Santiago Pena, in New York nach Angaben der Nachrichtenagentur AP, dass die Funktionäre dabei Fantasienamen erhalten hätten. Diese hätten auf Namen von bekannten Automarken und -herstellern beruht. 

In Dokumenten der Firma wurde Rafael Esquivel, Ex-Präsident des venezolanischen Fußballverbands, etwa "Benz" nach der Marke Mercedes-Benz getauft. Zudem wird eine Zahlung an "Benz" von 750.000 Dollar (639.000 Euro) für "Q2022" genannt, was für "Katar 2022" – nach englischer Schreibweise mit "Q" – stehen könnte. Luis Chiriboga, der frühere Präsident des Verbands in Ecuador, sei "Toyota" genannt worden und sei mit einer Zahlung über 500.000 Dollar (426.000 Euro) für "Q2022" gelistet worden.

Trio soll Schmiergelder in Millionenhöhe erhalten haben

Andere Spitznamen seien "VW", "Kia", "Fiat" sowie "Honda" für Juan Angel Napout gewesen. Napout ist der ehemalige Präsident des südamerikanischen Fußballverbandes CONMEBOL und von Paraguays Verband. Napout sowie Jose Maria Marin (ehemals Präsident des brasilianischen Verbandes) und Manuel Burga (ehemals Präsident von Perus Verband) stehen im Zentrum des Prozesses in New York.

Das Trio soll Schmiergelder in Millionenhöhe angenommen haben. Als Gegenleistung sollen sie lukrative TV- und Sponsorenrechte für Fußballturniere an eine Marketingfirma vergeben haben. Mehr als 40 Personen haben sich inzwischen schuldig bekannt, mehr als zwei Jahrzehnte Schmiergelder in Millionenhöhe angenommen zu haben. 

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