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Platini fordert Sportpolizei

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Fußball in Europa  

Platini fordert Sportpolizei

14.11.2007, 19:18 Uhr | dpa, sid

UEFA-Präsident Michel Platini (Foto: imago)UEFA-Präsident Michel Platini (Foto: imago) Der Präsident der Europäischen Fußball-Union (UEFA), Michel Platini, fordert die Einführung einer europäischen Polizei-Behörde ausschließlich für die Belange des Sports. "Dabei geht es nicht nur um den Kampf gegen Gewalt, sondern auch um den Kampf gegen Doping und gegen illegale Wetten. Wir haben bereits Treffen mit den Polizeichefs in verschiedenen Ländern gehabt. Am 28. und 29. November in Brüssel werden wir auch die europäischen Innenminister treffen. Man muss uns helfen, wir können es allein nicht schaffen", sagte der 52-Jährige im Interview mit der römischen Tageszeitung "La Repubblica". Der Europameister von 1984 bezeichnete die Gewalt im Fußball als "Krebsgeschwür".



Randgruppe von fünf Prozent

Weiter sagte der UEFA-Boss: "Man muss diese Hooligans stoppen, die den Fußball im Griff haben. Ich bin mit dem Reiseverbot für gewalttätige Hooligans, das die italienische Regierung verhängt hat, einverstanden. So können sich diese Leute nicht mehr entlang der Autobahnen schlagen." Fußball müsse ein Fest sein und solle es wieder werden. "95 Prozent der Personen, die die Stadien besuchen, wollen das Spiel genießen", so Platini, "vielleicht mit ihren Kindern. Nur fünf Prozent der Zuschauer sind gewalttätig und müssen gestoppt werden." Platini appellierte zudem an die Medien, die Stimmung vor Spielen nicht zusätzlich anzuheizen. Er sei für "Leidenschaft, aber in Grenzen".


Atalanta: Offener Brief an Hooligans

Auch in Italien geht der Protest gegen die Ausschreitungen weiter. Der italienische Serie-A-Klub Atalanta Bergamo hat die Hooligans scharf angegriffen. "Wir unterstützen den Protest des Klubpräsidenten Ivan Ruggeri gegen die Kriminellen, die für die Krawalle verantwortlich waren. Für diese Ausschreitungen muss sich die ganze Stadt schämen", hieß es in einem offenen Brief der Mannschaft und von Trainer Luigi Del Neri. Aufgrund der Gewaltexzesse vor und während des Liga-Spiels Atalanta gegen den AC Mailand war die Begegnung nach zehn Spielminuten abgebrochen worden. Nachholtermin ist der 5. Dezember.

"Echte" Tifosi schützen

"Wir wollen mit diesen Kriminellen nichts mehr zu tun haben. Wir wollen sie weder im Stadion, noch beim Training sehen. Wir möchten nur die Unterstützung der echten Tifosi haben, die gegen das gewalttätige Verhalten einer Minderheit protestiert haben", hieß es in dem Brief. Klubchef Ruggeri erklärte sich bereit, die Fankurve zu sperren, um die Tifosi zu schützen, die sich nicht an Gewaltaktionen beteiligt hatten. Die Initiative der Atalanta-Spieler wurde vom Präsidenten der Fußballergewerkschaft, Sergio Campana, begrüßt. "Diesem Beispiel sollten alle Klubs folgen. Die Unterstützung der anständigen Tifosi kann die Spieler dazu führen, sich sicherer zu fühlen", sagte Campana.

Abschied von totem Fan

Unterdessen haben tausende von Fußballfans aus ganz Italien bei einer Trauerfeier in Rom von dem erschossenen Lazio-Fan Gabriele Sandri Abschied genommen. Die Zeremonie für den 26-Jährigen in der Kirche St. Pius X. im römischen Stadtteil Balduina begann mit einem lang anhaltenden Beifall, als der Sarg bei regnerischem Wetter den Kirchplatz erreichte. Berge von Kränzen und Gestecken türmten sich in der Kirche, die 900 Sitzplätze hat, aber bis zu 2000 Fans und Freunde aufnehmen musste. Tausende blieben vor dem Kirchenportal. Bis kurz vor der Zeremonie hatten Fans noch von dem aufgebahrten Leichnam Abschied nehmen können. Auch Fans aus Mailand, Sampdoria und Livorno waren zur Beerdigung nach Rom gereist. Der getötete Fußballfan hatte in Balduina seine Erstkommunion erhalten. Das Modegeschäft des 26-Jährigen wurde in den vergangen Tagen zur Pilgerstätte für Fans.

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