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Fußball - Italien: Fans erhalten Mitreiseverbot für Auswärtspartien

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Fans erhalten Mitreiseverbot für Auswärtspartien

19.11.2007, 16:07 Uhr | dpa

Fankrawalle in Italien (Foto: dpa)Fankrawalle in Italien (Foto: dpa) Nach dem Tod des römischen Fußballfans am vergangenen Sonntag und den folgenden Fan-Krawallen hat das italienische Innenministerium eine weitere Maßnahme zur Eindämmung von Fangewalt ergriffen. Für die Fans von 15 Klubs aus ganz Italien hat das Ministerium ein Mitreiseverbot zu den Auswärtsspielen ihrer Mannschaften verhängt. Mehrere renommierte Klubs der Serie A sind von dem Verbot betroffen. Die Maßnahme gilt für die Begegnungen am nächsten Spieltag, der in einer Woche ausgetragen wird.

Foto-Show Fankrawalle von Mailand bis Rom

Milan, Lazio und Turin ohne Fan-Unterstützung

Fans der Mannschaften von Atalanta Bergamo, AC Mailand, AS Rom, Catania Calcio, Sampdoria Genua und AC Turin müssen zu Hause bleiben. An diesem Wochenende ruht der Ball in Italiens Profi-Ligen. Die Serie A hat wegen Italiens EM-Qualifikationsspiel am Samstag in Schottland ohnehin spielfrei, der zweiten und dritten Liga verordnete der Fußballverband (FIGC) auf Druck der Politik eine Denkpause.

Kinder in die Fan-Kurve

Die Klubs akzeptierten das Mitreiseverbot und berieten weiter über Maßnahmen zur Eindämmung der Fan-Gewalt. Bergamos Präsident Ivan Ruggeri bekam für seinen Vorschlag, die Hooligans aus den Stadien zu verbannen und dafür kostenlos Kinder in die Fan-Kurve einzuladen, großen Applaus. Inter-Präsident Massimo Moratti merkte jedoch an, dass es das Ziel sein müsse, zur Normalität zurückzufinden. Jeder müsse ins Stadion gehen können und dort sicher sein. AS Rom-Geschäftsführerin Rosella Sensi schlug vor, Fußballer und Polizisten gemeinsam in die Schulen zu schicken, damit den Jugendlichen klar werde, dass die Polizei nicht ihr Feind sei.

Bis zu zehn Jahre Haft

Die Verfolgung der Randalierer vom letzten Wochenende geht unterdessen weiter. Die Polizei nahm in ganz Italien bereits einige Dutzend Randalierer fest, denen zum Teil Anklagen wegen "terroristischer Aktionen" und damit Gefängnisstrafen von bis zu zehn Jahren drohen. Der Fußballverband kündigte an, zusammen mit den Klubs in Prozessen gegen Randalierer als Nebenkläger auftreten zu wollen.

Ermittlung wegen Totschlags

Auch dem Polizisten, der am Sonntag den Lazio Rom-Fan auf einem Autobahnparkplatz erschossen hatte, droht ein Verfahren. Die Staatsanwaltschaft weitete die Ermittlungen von fahrlässiger Tötung auf Totschlag aus, da sich immer klarer abzeichne, dass der Beamte gezielt auf das Auto der Fans geschossen habe. Dies ist Experten absolut unverständlich: "Dass ein Polizist auf Augenhöhe auf einem Rastplatz schießt, ist nicht zu entschuldigen. Er hätte die Waffe nicht einmal ziehen dürfen", sagte der frühere Polizeichef von Rom, Achile Serra, der Zeitschrift "Espresso".

Spielergewerkschaft appelliert an Profis

"Zeigt Flagge gegen Fan-Gewalt!" Diesen eindringlichen Appell hat die italienische Spielergewerkschaft (AIC) unterdessen an die Profi-Kicker gerichtet. "Die Spieler haben Angst, Stellung zu beziehen, aber jetzt müssen sie Flagge zeigen", sagte der Chef der Gewerkschaft Sergio Campana. Den Klubs warf er nach dem Tod des Fußballfans und den folgenden Fan-Krawallen "zu enge Beziehungen zu gewalttätigen Fans" vor. Diese müssten gekappt werden.

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