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Fußball - England: Gordon Banks feiert 70. Geburtstag

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England - Gordon Banks  

70. Geburtstag der "Banks of England"

30.12.2007, 14:49 Uhr | dpa

Gordon Banks am 15. Mai 1971 im nordirischen Belfast (Foto: imago)Gordon Banks am 15. Mai 1971 im nordirischen Belfast (Foto: imago) Gordon Banks ist deutschen Fußballfans aus mindestens zwei spannenden und bedeutenden Duellen mit großen deutschen Nationalmannschaften in lebhafter Erinnerung geblieben: dem WM-Finale 1966 und dem EM-Viertelfinale 1972. Beide Male hieß der Schauplatz Wembley, Londons Stadtteil, der eine inzwischen abgerissene und neu erbaute, legendäre Arena beherbergte und beherbergt. 1966 behielt Banks die Oberhand, weil nicht er, sondern sein Gegenüber Hans Tilkowski das meistdiskutierteste Tor der Fußball-Geschichte kassierte. 1972 triumphierte der Gast, weil England kein Linienrichter unter die Arme griff. Vor allem aber, weil Englands Potenzial an das der damaligen deutschen Mannschaft nicht heranreichte. Im WM-Viertelfinale zwei Jahre zuvor in Mexiko, als Deutschland mit 3:2 nach Verlängerung triumphierte, vertrat Peter Bonetti Banks. Heute wird der 70.

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Geboren in der hässlichsten Stadt der Welt

Wer die jüngsten Auftritte englischer Torhüter vom Schlage eines Paul Robinson oder Scott Carson gesehen hat, kann sich kaum vorstellen, dass es einmal Zeiten gab, in denen das Gehäuse der Three Lions von diesem Mann sprichwörtlich sicher war wie die Bank von England. Wie lange das her ist, wird den Fans auf der Insel heute mal wieder schmerzlich bewusst: Englands bester Torhüter wurde 1937 in der wenig wohnlichen Stahlstadt Sheffield geboren. Was das bedeutet, macht eine Aussage des Schriftstellers George Orwell aus dem gleichen Jahr deutlich: "Sheffield darf sich zu Recht rühmen, die hässlichste Stadt der alten Welt zu sein."

Zufällig an einem Sportplatz vorbeigekommen

Der junge Gordon musste sich also mit harten Bandagen durch die ersten Jahre seines Lebens kämpfen. Wenig deutete zunächst darauf hin, dass Banks eine Laufbahn bevorsteht, die 1966 im im WM-Endspielsieg gipfelte. Stattdessen verdingte sich Banks zunächst als Kohlearbeiter und Maurer. Doch als er im Oktober 1953 auf dem Heimweg von der Arbeit an einem Sportplatz vorbeikam und dem Team der Stahlwerke ein Keeper fehlte, stellte sich der 15-Jährige zwischen die Pfosten - und die große Karriere begann.

Über 70 Länderspiele

Zwischen 1963 und 1972 bestritt "Banks of England" 73 Spiele für sein Heimatland, dazu von 1959 bis 1972 487 Erstligaspiele für Leicester City und Stoke City. Mit den Foxes gewann er 1964, mit Stoke 1972 den Ligapokal, das FA-Cup-Finale erreichte er zwei Mal. Seine größte Stunde schlug am 30. Juli 1966, als er mit England im unvergessenen WM-Endspiel 4:2 nach Verlängerung gegen Deutschland triumphierte und zum bis heute einzigen Mal den Weltpokal auf die Insel holt.

Pelés Kopfball bravourös pariert

Banks lernte auch die Schattenseiten des Lebens kennen. Bei der WM 1970 in Mexiko zeigte er zwar die "Parade des Jahrhunderts", als er einen Kopfball der brasilianischen Legende Pele abwehrte. Doch vor dem Viertelfinale gegen Deutschland schlug Montezumas Rache gnadenlos zu und Banks musste mit Magenschmerzen passen. Ersatz Bonetti machte anschließend keine glückliche Figur.

In Schottland mit einem Sieg verabschiedet

Zwei Jahre später stand Banks wieder selbst im Tor, als England mit 1:3 im EM-Viertelfinale gegen Deutschland verlor. Nach dem 0:0 im Rückspiel in Berlin schieden die Three Lions aus, und auch die Länderspielkarriere des Mannes mit dem gelben Sweater neigte sich dem Ende entgegen: Am 27. Mai 1972 stand er im Glasgower Hampden-Park im Rahmen eines 1:0 über Erzrivale Schottland letztmals im englischen Tor, im gleichen Jahr wurde er noch zum Fußballer des Jahres gewählt.

Augenlicht eingebüßt

Der 22. Oktober 1972 ist der dunkelste Tag seines Lebens. Bei der Rückfahrt von einem Termin beim Physiotherapeuten von Stoke City verlor er die Kontrolle über sein Auto und verunglückte schwer. Als er sein Bewusstsein wieder erlangte, erfuhr er die bittere Wahrheit: Auf dem rechten Auge ist Englands Torwart-Held plötzlich blind. Versuche, die Karriere zu retten, scheitern - und Banks musste abtreten.

Noch gegen Franz Beckenbauer in Übersee gespielt

1977 gab er ein Comeback für ein Spiel für den irischen Klub St. Patrick's Athletic. Im selben Jahr hängte er 39 Partien für die Fort Lauderdale Strikers in den USA dran, ehe endgültig Schluss war. Eine weniger glückliche Phase als Geschäftsmann schloss sich an, ehe er sich ins Privatleben zurückzog. Heute lebt Banks zurückgezogen mit seiner deutschen Ehefrau Ursula in Stoke. Seit Februar 2006 darf er sich ehrenhalber Doktor der Universität Keele nennen und für 2008 ist die Verfilmung seiner Biographie "Gordon Banks: Ein Held, der fliegen konnte" geplant.

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