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Schottland trauert um O'Donnell

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Schottland trauert um O'Donnell

30.12.2007, 19:01 Uhr | dpa, sid

Motherwells Phil O'Donnell (Foto: Reuters)Motherwells Phil O'Donnell (Foto: Reuters) Der tragische Tod von Phil O'Donnell hat den schottischen Fußball in einen Schockzustand versetzt. "Das ist eine absolut verheerende Nachricht. Phil war nicht nur ein wundervoller Fußballspieler, er war auch ein großartiger Mensch", sagte der Geschäftsführer des Schottischen Fußball-Verbandes, Gordon Smith. Der Kapitän des FC Motherwell war am Samstag in der 78. Minute der Ligapartie gegen Dundee United zusammengebrochen und wenig später im Krankenwagen gestorben. "Phil war ein großer Profi und hat immer alles gegeben, wenn er spielte", sagte sein Trainer Mark McGhee.

Hintergrund Todesfälle im Profifußball

Nach Herzinfarkt nicht mehr zu Bewusstsein kommen

O'Donnell sollte gerade ausgewechselt werden, als er auf dem Spielfeld zusammensackte. Minutenlang wurde der 35-Jährige auf dem Platz behandelt. Nach Vereinsangaben starb der Mittelfeldspieler um 17.18 Uhr Ortszeit auf dem Weg ins Wishaw General Hospital. "Die medizinischen Abteilungen beider Vereine glauben, dass er einen Herzanfall erlitten hat", teilte der Tabellendritte auf seiner Internetseite mit: "Trotz der Wiederbelebungsversuche erlangte O'Donnell nicht mehr das Bewusstsein."

Alle Gedanken sind bei den Angehörigen

"Wir wissen nicht, was es war. Es wird eine Obduktion geben", sagte Clubchef Bill Dickie. "Es ist eine Tragödie. Das ist alles, was ich sagen kann." O'Donnells Neffe David Clarkson, der beim 5:3-Sieg gegen Dundee zweimal traf, erlitt einen Schock und musste ausgewechselt werden. "Phil war nicht nur ein inspirierender Spieler und Kapitän für den Club, sondern auch eine inspirierende Persönlichkeit. All unsere Gedanken sind bei seiner Frau Eileen und den vier Kindern", sagte Klubbesitzer John Boyle.

"Gegangen, aber niemals vergessen"

Auf der Vereins-Homepage würdigten zahlreiche Fans O'Donnell, der von seinen Teamkollegen liebevoll "Onkel Phil" gerufen wurde. An den Toren des Stadions Fir Park legten die Anhänger gleich nach der Todesnachricht Schals, Vereinsflaggen, Blumen, Bilder von O'Donnell nieder und zündeten Kerzen an. "Gegangen, aber niemals vergessen", schrieben Fans auf ein Trikot. Das für Mittwoch geplante Punktspiel gegen Hibernian wurde verlegt.

Ein Länderspiel für Schottland


O'Donnell hatte seine Laufbahn in Motherwell begonnen. Mit dem Klub gewann er 1991 den schottischen Pokal. 1994 wechselte er für 1,75 Millionen Pfund zu Celtic Glasgow. Mit dem Verein gewann er 1995 erneut den Pokal und wurde 1998 Meister. Von 1999 bis 2003 stand er in der englischen Premier League bei Sheffield Wednesday unter Vertrag, ehe er zu seinem Heimatclub zurückkehrte. Für Motherwell erzielte er in 189 Spielen 23 Tore. Unter dem ehemaligen Nationaltrainer Craig Brown bestritt er 1994 sein einziges Länderspiel. "Ich denke, jeder wird wissen, was für ein wunderbarer Spieler und außergewöhnlicher Gentleman er war", würdigte Brown seinen früheren Spieler.

Todesfälle überschatten den Fußball

O'Donnells Tod beschwört schlimme Erinnerungen an das Schicksal von Antonio Puerta herauf. Der Spieler des UEFA-Cup-Siegers FC Sevilla war am 28. August 2007 drei Tage nach einem im Punktspiel gegen den FC Getafe erlittenen Herzstillstand verstorben. Im Januar 2004 war der ungarische Stürmer Miklos Feher von Benfica Lissabon in einem portugiesischen Liga-Match ebenfalls an den Folgen eines Herzanfalls gestorben. Nur sieben Monate zuvor war Kameruns Nationalspieler Marc-Vivien Foe während einer Begegnung im Konföderationen-Cup kollabiert und ums Leben gekommen.

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