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Fußball - Nigeria: Berti Vogts zwischen Freud und Leid in Afrika

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Nigeria  

Berti Vogts zwischen Freud und Leid in Afrika

05.01.2008, 18:04 Uhr | dpa

Berti Vogts wartet auf sein Gehalt (Foto: imago)Berti Vogts wartet auf sein Gehalt (Foto: imago) Der ehemalige Bundestrainer Berti Vogts wartet bei seinem Job als Nationalcoach Nigerias auf Geld und hat die Entwicklung des Fußballs in dem afrikanischen Land kritisiert. "Es geht nicht richtig vorwärts. Wir bewegen uns nicht mal in langsamen Schritten, sondern allenfalls in Fußbreiten", sagte Vogts in einem Interview mit der "Augsburger Allgemeinen".

Gehälter stehen aus

Seit März ist er Nationalcoach Nigerias, doch das Geld fließt nicht wie vereinbart auf das Konto. "Einige Gehälter stehen aus. Es wäre nett, wann das Geld pünktlich käme. Auch die Spieler warten Monate darauf, bis ihnen Prämien oder die Auslagen für ihre Flüge zu Länderspielen bezahlt werden", monierte Vogts, der auch schon überlegte, das Handtuch zu werfen.

Vogts: "Ich liebe Afrika"

"Aber man liebt Afrika oder man liebt es nicht. Ich liebe Afrika. Trotzdem kann ich nicht sagen, wie lange ich die Nackenschläge noch ertrage. In organisatorischer Hinsicht ist es sicher problematisch, gleichzeitig macht es riesig Spaß mit dem Team, mit Spielern von solcher Qualität zusammenzuarbeiten", sagte Vogts, der einmal im Monat in Nigeria ist.

Riesengroßes Potenzial

Vogts sieht die Auswahl Nigerias bei entsprechender Führung gar in der Weltspitze. "Würde Nigerias Fußball vom Deutschen Fußball-Bund geführt, die Mannschaft wäre auf Jahre nicht mehr zu schlagen", sagte Vogts. Vor dessen Amtsantritt als deutscher Nationalcoach im Jahre 1990 hatte Franz Beckenbauer in ähnlichen Worten eine Unschlagbarkeit der deutschen Auswahl in Aussicht gestellt und Vogts damit ein schweres Erbe beschert.

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