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Fußball: FIFA und UEFA ordnen ihre Beziehungen

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Rund um den Fußball  

Fußball-Funktionäre feiern "positive Wende"

15.01.2008, 21:02 Uhr | sid

FIFA-Chef Blatter (l.) mit UEFA-Präsident Platini (Foto: imago)FIFA-Chef Blatter (l.) mit UEFA-Präsident Platini (Foto: imago) Europas Spitzenklubs und die beiden mächtigen Fußballverbände FIFA und UEFA haben ihre Beziehungen neu geordnet. Auf einer Geheimsitzung sagten die Vereinsvertreter zu, die so genannte G14, den Zusammenschluss der 18 einflussreichsten Großklubs, aufzulösen und alle anhängigen Klagen gegen die beiden Verbände zurückzuziehen. Im Gegenzug erhalten die Klubs künftig von FIFA und UEFA Geld für die Abstellung von Spielern für Welt- und Europameisterschaften. Bei den Klagen ging es vor allem um eine Entschädigung für Spieler, die sich während eines Länderspiels verletzen, sowie um eine Abstellungsgebühr, weil vor allem die europäischen Klubs die Regelung in den jeweiligen Verbandsstatuten nicht mehr akzeptieren.

Klubs bekommen Geld für Länderspieleinsätze

Die Klubs forderten daher eine Übernahme des Grundlohns für Spieler, die einschließlich vorbereitender Trainingslager für bis zu zwei Monate bei ihren Nationalmannschaften sind. Dieser Forderung sind FIFA und UEFA nun nachgekommen. Auch das bisherige Klubforum der UEFA, in dem über hundert bisherige UEFA-Cup-Teilnehmer vertreten waren, wird aufgelöst. Es wird durch ein Gremium ersetzt, in dem mindestens ein Vereinsvertreter aus einem der 53 Mitgliedsländer der UEFA vertreten ist. Dies will die kontinentale Föderation am 21. Januar beschließen.

"Positive Wende herbeigeführt"

Blatter feierte diesen Entschluss als großen Durchbruch: "Dies ist ein besonderer Tag. Die Klubs als Fundament und Nährboden des Fußballs werden endlich Teil der Fußballpyramide. Diese Absichtserklärung bedeutet für den Fußball einen gewaltigen Schritt. Wir haben den berechtigten Interessen und Anliegen der Klubs entsprochen, indem wir ihnen Zugang zu den Entscheidungsprozessen im Weltfußball gewähren, und damit eine positive Wende herbeigeführt."

Der FC Bayern vertritt Deutschland

Aus Deutschland gehören Bayern München, Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen zur G14. Bei der Geheimsitzung war die Bundesliga durch den Bayern-Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge und Bayern-Rechtsvertreter Michael Gerlinger vertreten. Außerdem waren neben Blatter und Platini insgesamt weitere 27 Vertreter des Verbandsfußballs sowie Spitzenvertreter der Top-Vereine anwesend. Unter Kommentatoren wird die Tatsache, dass dieses Treffen geheim blieb, als Beweis gewertet, wie ernst es den Betroffenen war, in aller Ruhe der Sache des Fußballs zu dienen.

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