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Fußball-Bundesliga: Abstellen von Nationalspielern lohnt sich wieder

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Bundesliga  

Abstellen von Nationalspielern lohnt sich wieder

22.01.2008, 16:27 Uhr | t-online.de, sid, dpa

Euro-Abzeichen auf dem DFB-Trikot (Foto: imago)Euro-Abzeichen auf dem DFB-Trikot (Foto: imago) Diejenigen unter den Bundesligisten, die Nationalspieler für die EM abstellen, dürfen ausnahmsweise mal frohlocken. Für jeden Akteur aus den eigenen Reihen, der an den Kontinentalmeisterschaften in Österreich und der Schweiz teilnimmt, fließt Bares in die Klubkasse. Die neugegründete European Club Association (ECA), Nachfolge-Organisation der aufgelösten G14, einigte sich mit der UEFA auf Kompensationszahlungen in Millionenhöhe an die betroffenen europäischen Vereine. Deutsche Profi-Klubs erhalten demnach einen Betrag von 4000 Euro pro Tag und Spieler. Im Falle einer Finalteilnahme käme da schon die stattliche Summe von 148.000 Euro zusammen, denn die zweiwöchige Vorbereitungsphase wird ebenfalls angerechnet. Bei der EM 2012 in Polen und der Ukraine steigt der Satz auf 5000 Euro pro Tag und die Maximalsumme auf 185.000 Euro.

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Rummenigge: "Enorm wichtiger Schritt"

"Die Gründung der ECA ist ein enorm wichtiger Schritt im europäischen Fußball", sagte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge, der gleichzeitig zum Vorsitzenden der ECA gewählt wurde. Der große Schritt besteht aus Sicht der deutschen Vereine vor allem darin, dass sie nun tatsächlich für jeden Spieler, den sie abstellen, auch eine Ausgleichszahlung erhalten. Bislang wurden nur die Klubs entschädigt, die einen deutschen Nationalspieler stellten. In diesem Falle sprangen die DFL und der DFB in die Bresche. "Bisher haben wir für die ausländischen Nationalspieler gar nichts bekommen, deshalb ist es eine gute Sache", zeigte sich auch Werder Bremens Vorstandsvorsitzender Jürgen L. Born mit der neuen Regelung zufrieden.

Durchweg positive Resonanz

Der größte Profiteur der Bundesliga ist jedoch wenig überraschend der FC Bayern München. Ganze zehn aktuelle Nationalspieler der EM-Teilnehmer stehen im Kader des Rekordmeisters. Im Idealfall könnten mehr als eine Million Euro an die Säbener Straße fließen. Kein Grund für Stuttgarts Horst Heldt, neidisch zu sein. Der Meister-Manager bezeichnet die Einigung als ein "gutes Zeichen" und ergänzt: "Da es oftmals so ist, dass sich die abgestellten Spieler verletzen und dann nicht zur Verfügung stehen, freuen wir uns, dass eine Entscheidung getroffen ist." Auch Peter Peters, Geschäftsführer von Vizemeister Schalke 04, gewinnt dem Status quo nur Positives ab: "Das ist ein Durchbruch. Damit werden eine Menge Probleme, die wir hatten, deutlich abgemildert."

Vier deutsche Klubs sind dabei

Insgesamt umfasst die ECA 103 Klubs aus 53 UEFA-Mitgliedsverbänden. Gemäß der UEFA-Rangliste stehen der Bundesliga vier Plätze zu, die vorerst München, Schalke, Stuttgart und Leverkusen einnehmen. Grundlage ist das Klub-Ranking von 2006. Aufgabe dieser vier Vereine wird es sein, ihre und die Interessen aller deutschen Profi-Klubs gegenüber der UEFA und der FIFA zu vertreten. "Unser Ziel war es immer, ein Mitspracherecht bei den Entscheidungen der FIFA und UEFA zu haben. Dieses Mitspracherecht ist uns jetzt garantiert worden', sagte Rummenigge. Es sei gewährleistet, "dass wir im Entscheidungsprozess eine wichtige und bedeutende Rolle spielen werden, was wir bislang überhaupt nicht hatten. Das Gleiche ist uns übrigens auch von Sepp Blatter (FIFA-Präsident, d. Red.) garantiert worden." Wichtig wird es sein, die vier deutschen Stimmen zu bündeln.

Auch die FIFA zahlt

Nicht nur bei Europameisterschaften werden die Vereine zukünftig Zahlungen erhalten. Bei Weltmeisterschaften will auch die FIFA für einen finanziellen Ausgleich sorgen. Für die WM 2010 in Südafrika stellt der Weltverband 27,5 Millionen Euro zur Verfügung. Das entspräche 1000 Euro pro Spieler und Tag. Zur Endrunde 2014 in Brasilien erhöht sich der Betrag auf gut 1700 Euro und insgesamt 48 Millionen.

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