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Afrika-Cup: Berti Vogts in Nigeria so gut wie entlassen

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Afrika Cup  

Nigeria: Vogts so gut wie entlassen

28.01.2008, 13:30 Uhr | dpa

Berti Vogts (Foto: imago)Berti Vogts (Foto: imago) Die Gerüchte um eine Ablösung von Berti Vogts als Nigerias Fußball-Nationaltrainer reißen nicht ab. Ungeachtet der Treuebekundungen durch Verbandschef Sani Lulu berichteten am Rande des Afrika-Cups in Ghana nigerianische Journalisten übereinstimmend, dass die Trennung von dem ehemaligen Bundestrainer beschlossene Sache sei. Anstelle des Deutschen solle der Niederländer Louis van Gaal die Super Eagles zum nächsten Afrika-Cup-Turnier und dann auch zur Weltmeisterschafts-Endrunde 2010 nach Südafrika führen.

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Vogts pocht auf Vertragserfüllung

Vogts will trotz der bisher mageren Leistungen mit zwei Spielen ohne Torerfolg und des drohenden frühen K.o. beim Afrika-Cup nichts davon wissen und pocht auf Erfüllung des bis 2010 laufenden Vertrags. Überraschend erhielt der Ex-Nationalspieler Rückendeckung vom Nigerianischen Fußball-Verband (NFA), der zuvor eine Krisensitzung abgehalten hatte. NFA-Chef Sani Lulu sagte in Sekondi-Takoradi, dass der Deutsche weiterhin der beste Mann für den Job und für die schwache Vorstellung des Teams nicht verantwortlich zu machen sei. "Wir haben weiterhin Vertrauen in Berti Vogts. Es ist zu früh, ihn zu feuern oder die Mannschaft auseinanderzureißen."

Gruppe A Ghana und Guinea im Viertelfinale
Gruppe D Angola und Tunesien mit einem Bein im Viertelfinale
Gruppe C Kamerun wieder im Geschäft
Gruppe B Nullnummer setzt Nigeria unter Druck

Weiterkommen nicht in eigener Hand

Das drohende Vorrunden-Aus beim prestigeträchtigen Kontinental-Turnier in Ghana würde allerdings einer Blamage gleichkommen und Vogts' Stellung weiter schwächen. Denn nach dem 0:1 gegen die Elfenbeinküste und dem 0:0 gegen Mali droht Mitfavorit Nigeria (nur 1 Punkt) auf Tabellenplatz drei hinter der Elfenbeinküste (6) und Mali (4) das Turnier-Aus. Nur ein eigener Sieg über Schlusslicht Benin (0) und Schützenhilfe in Form eines Sieges der allerdings bereits im Viertelfinale stehenden Ivorer über Mali könnten dies noch abwenden.

Deutscher Kollege will Vogts nichts schenken

Ausgerechnet ein deutscher Trainer-Kollege könnte Vogts' Schicksal besiegeln. Zwar ist Reinhard Fabisch mit Schlusslicht Benin schon ausgeschieden, doch er hat schon inständig an die Einstellung seiner Spieler appelliert. "Wir können uns im letzten Spiel nicht abschlachten lassen. Es ist wichtig, dass wir uns gut aus diesem Turnier verabschieden", forderte er. Dabei spielt es für Fabisch keine Rolle, dass Vogts auf Nigerias Bank sitzt. "Deswegen bin ich oder die Mannschaft nicht motivierter", sagte der Fußball-Lehrer und stellte klar: "Ich denke, es wird wahrscheinlich Bertis letztes Spiel mit Nigeria sein, aber schenken tun wir ihm bestimmt nichts."

Fabischs Zukunft ungewiss

Ob Fabisch Benins Coach bleibt, ist ebenso ungewiss. Nach den bisherigen Erfahrungen im Land des Fußball-Zwergs deutet vieles auf einen Abschied hin. "Hier sind einige Sachen vorgefallen, die selbst bei afrikanischen Verhältnissen nicht okay sind", berichtete Fabisch, der sich mit seiner Entscheidung aber Zeit lassen will: "Ich fliege nach unserem letzten Spiel erst mal nach Deutschland und überlege mir, wie es weitergeht."

Senegals Coach bereits vor dem letzten Gruppenspiel zurückgetreten


Dagegen ist Senegals polnischer Fußball-Nationaltrainer Henri Kasperczak bereits vor dem abschließenden Vorrundenspiel seiner Mannschaft gegen Südafrika zurückgetreten, berichtet der staatliche Rundfunk. Kasperczak zog damit die Konsequenzen aus der 1:3-Niederlage seines Teams gegen Angola. Die als Mitfavoriten ins Turnier gestarteten Senegalesen müssen gegen den WM-Gastgeber 2010 gewinnen und sind zudem auf Schützenhilfe angewiesen, um sich noch für die nächste Runde zu qualifizieren. In der Partie soll Kasperczaks ehemaliger Co-Trainer Lamine Ndiaye das Team betreuen. Spielen Angola und Tunesien zur gleichen Zeit unentschieden, wäre Senegal ausgeschieden.

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