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Vogts will über Schicksal selbst entscheiden

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Afrika-Cup  

Vogts will über Schicksal selbst entscheiden

04.02.2008, 14:18 Uhr | sid

Berti Vogts (Foto: imago)Berti Vogts (Foto: imago) Was für Berti Vogts vor elf Monaten als Abenteuer begann, scheint als Albtraum zu enden: Nach den geplatzten Titelträumen beim Afrika-Cup sind die Rufe nach einer Entlassung des Nationaltrainers von Nigeria noch einmal lauter geworden, doch der 61-Jährige will selbst über seine Zukunft entscheiden. "Das tue ich ganz allein und in aller Ruhe, wenn ich zurück in Deutschland bin", sagte der ehemalige Bundestrainer im ARD-Morgenmagazin nach dem 1:2 (1:1) der Super Eagles im Viertelfinale gegen Gastgeber und Erzrivale Ghana.

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In der Öffentlichkeit jeglichen Kredit verspielt

Mit einem möglichen Rücktritt würde Vogts (Vertrag bis 2010) einer Demission wohl zuvorkommen, denn bei den Fans und heimischen Medien hat er keinen Kredit mehr. "Das gestrige Spiel hat die Fehler und Inkompetenz von Vogts entblößt", schrieb die Tageszeitung Vanguard. Im Mittelpunkt der Kritik stand die taktische Hilflosigkeit, mit der der Olympiasieger von 1996 in Überzahl nach dem Platzverweis für Ghanas Kapitän John Mensah ab der 59. Minute das Halbfinal-Ticket verspielte. "Ich bin sehr enttäuscht. Meine Jungs haben 100 Prozent gegeben, aber wir haben teuer für unsere Fehler bezahlt", sagte Vogts nach der Partie: "Ich habe eine junge Mannschaft, die nicht so viel Erfahrung hat wie die von Ghana." Diese Erklärung wollte die Zeitung Vanguard nicht akzeptieren: "Vogts beleidigt die Nigerianer."

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Vogts spricht von Rassismus

Mit der heimischen Presse steht der 61-Jährige seit langem auf Kriegsfuß. In einem Interview mit Eurosport hatte er schwere Vorwürfe erhoben: "Würden weiße Journalisten mit einem schwarzen Trainer so umgehen, dann glaube ich, dass man von Rassismus sprechen würde." Zudem sei die Erwartungshaltung zu hoch. Bei seiner Vorstellung als neuer Hoffnungsträger hatte Vogts noch geschwärmt: "Das ist eine Riesen-Herausforderung. Ich freue mich wahnsinnig." Nun aber droht ähnlich wie bei seinem Rücktritt als Nationaltrainer Schottlands vor drei Jahren eine Trennung mit Schimpf und Schande, sollte der Welt- und Europameister nicht selbst die Reißleine ziehen.

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Präsidium baut angeblich weiter auf Vogts

Zwar behauptete der Welt- und Europameister vor der Partie gegen Ghana, das Präsidium habe ihn gebeten, "auf jeden Fall weiterzumachen". Dass Vogts die Westafrikaner in der WM-Qualifikation betreut, scheint jedoch nach dem Aus bei der prestigeträchtigen Kontinental-Meisterschaft sehr fraglich. Als Nachfolger geistert immer wieder der Name Louis van Gaal durch die Gazetten.

Ghana feiert seine Helden

Während in Nigeria Trauerstimmung angesagt war, feierten die Ghanaer im ganzen Land überschwänglich den Triumph. "Meine Spieler wurden zu Helden", sagte Trainer Claude Le Roy. Die Black Stars hatten in einer sehr intensiven Partie vor 45.000 Zuschauern, darunter auch Staatspräsident John Kuffour, den 1:0-Rückstand (Yakubu Ayegbeni, 35./Foulelfmeter) durch das Kopfballtor von Michael Essien vom FC Chelsea (45.+2) sowie Junior Aogo's Siegtreffer in Unterzahl (83.) gedreht. "Wow", titelte die Zeitung Accra Mail und schwärmte: "Die ganze Nation war voller Verlangen, als die Black Stars den Super Eagles die Flügel stutzten."

Warten auf den Gegner

Der WM-Teilnehmer trifft im Halbfinale auf den Sieger Partie zwischen Tunesien und Kamerun mit dem deutschen Trainer Otto Pfister. Der Leverkusener Bundesliga-Profi Hans Sarpei warnte vor zu viel Euphorie: "Wir müssen auf dem Boden bleiben. Noch haben wir nichts erreicht."

Drogba lobt sein Team

Jubel herrschte auch im Lager des Top-Favoriten Elfenbeinküste. Die Ivorer um Stürmer-Star Didier Drogba unterstrichen beim klaren 5:0 gegen Außenseiter Guinea eindrucksvoll ihre Titelambitionen. "Wir haben ein Team, das niemals an sich zweifelt", erklärte Gerard Gili, Trainer der Elefanten, die im Halbfinale entweder auf Titelverteidiger Ägypten oder Angola treffen.

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