Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Fussball > Fußball international >

Afrika-Cup: Top-Favorit Elfeinbeinküste scheitert an Ägypten

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Afrika Cup - Halbfinals  

Pharaonen zu cool für hitzige Elefanten

08.02.2008, 08:53 Uhr | t-online.de

Wael Gomaa (re.) und Didier Drogba (Foto: dpa)Wael Gomaa (re.) und Didier Drogba (Foto: dpa) Wer nur das Ergebnis des zweiten Halbfinals des Afrika-Cups hörte, mag sich verwundert die Augen gerieben haben: 4:1 für Titelverteidiger Ägypten gegen den Topfavoriten Elfenbeinküste. Eine derart klare Angelegenheit war die äußerst unterhaltsame Neuauflage des Endspiels von 2006 allerdings keineswegs. Doch wie schon beim Auftritt der deutschen Elf gegen EM-Mit-Gastgeber Österreich in Wien, gab auch in Kumasi die nahezu makellose Chancenverwertung den Ausschlag. Während Kapitän Didier Drogba und Kollegen anrannten und ein deutliches Plus an Spielanteilen aufwiesen, schlugen die Pharaonen eiskalt zu. Letzten Endes stand die offensivstärkste Auswahl des Turniers mit leeren Händen da und spielt gegen Gastgeber Ghana nur um Platz drei. Deren Endspielteilnahme vermasselte ihnen ausgerechnet ihr früherer deutscher Trainer Otto Pfister.

Das erste Halbfinale Pfisters Kameruner werfen Ghana raus

Afrika Cup Alle bisherigen Titelträger

Pfisters zweite Finalteilnahme nach 1992

Zum zweiten Mal nach 1992 greift der 70-jährige Kölner nach dem 1:0-Erfolg mit dem viermaligen Sieger Kamerun nach der afrikanischen Fußballkrone. Der in Deutschland erst durch die WM-Teilnahme mit Togo 2006 einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gewordene Fußballmissionar hatte vor 16 Jahren ausgerechnet mit Ghana das Finale erreicht - und unterlag erst nach einem legendären Elfmeterschießen der Elfenbeinküste.

Frühes Tor schockt Elfenbeinküste

Die Elefanten - 2006 in Deutschland WM-Debütant und trotz ansprechender Leistungen schon nach der Vorrunde gescheitert - walzten noch im Viertelfinale mit 5:0 über Guinea hinweg. Auch im vorweggenommenen Endspiel gegen die Ägypter nahmen die Spieler des französischen Coaches Gérard Gili die Rolle des Favoriten ein. Doch schon der erste Torschuss der Ägypter nach zwölf Minuten saß: Salomon Kalou, Teamkollege des Superstars Drogba beim FC Chelsea London, hatte Ahmed Fathis Schuss unhaltbar für seinen Keeper Boubacar Barry abgefälscht.

Fürths Loboué muss für Barry ins Tor

Und da ein Unglück selten alleine kommt, musste Barry noch im ersten Durchgang verletzt ausscheiden. Für ihn rückte die Nummer zwei der SpVgg Greuther Fürth, Stephan Loboué, zwischen die Pfosten. Der 26-Jährige bekam auf Grund der Überlegenheit seiner Vorderleute in der Folge praktisch keine Gelegenheit, sich auszuzeichnen, musste aber noch drei Mal hinter sich greifen.

Teufelskerl El Hadary

Ägypten warf seine bekannten und während der Partien zuvor schon bewiesenen Qualitäten in die Waagschale: Disziplin, Organisation, und - vor allem - brandgefährliches Konterspiel. Dazu gesellte sich ein Teufelskerl im Tor, der nicht nur von Drogba ordentlich warm geschossen wurde: Esam El Hadary. Auch das 2:0 durch Hadarys Mitspieler Amr Hasan Zaky (62.) im Anschluss an einen Eckball sprach dem Spielverlauf Hohn, zeugte aber von einer brutalen Kaltschnäuzigkeit der "Deutschen Afrikas", wie die Ägypter ob ihrer abgeklärten europäischen Spielanlage auch genannt werden.

Allzu kurzer Hoffnungsschimmer

Doch im Gegenzug schien der Elfenbeinküste der Knoten aufzugehen: Aus Abdul Kader Keitas Gewaltschuss, der wie der berühmte Strich an El Hadary vorbeizog, sprach die ganze Wut über den Spielverlauf und das drohende Ausscheiden. Rekordgewinner Ägypten aber hatte erneut eine prompte Antwort parat. Nur vier Minuten nach dem 2:1 hieß es schon 3:1. Wieder hatte Zaky zugeschlagen. Die Uhr begann, gnadenlos gegen die Elfenbeinküste zu ticken. Zu allem Überfluss tauchte Superstar Drogba im ägyptischen Strafraum ab, bewegte sich plötzlich schlecht und auffallend wenig. Dazu gesellte sich - bei allem Engagement - Einfallslosigkeit in Form von leicht zu entschärfenden Flanken aus dem Halbfeld.

Zwei Mal unterliegt die das Spiel bestimmende Mannschaft

Mohamed Abo Terikas humorloser Volleyschuss in den Winkel - auf Vorlage des eingewechselten Hamburger Angreifers Mohamed Zidan - beendete in der ersten Minute der insgesamt vierminütigen Nachspielzeit alle verbliebenen Hoffnungen der Elfenbeinküste. Mit einem letzten scharfen Linksschuss fand auch der Stuttgarter Arthur Boka in El Hadary seinen Meister. Ein beeindruckendes Ergebnis in einem jederzeit temporeichen Match, das schlicht durch die bessere Chancenverwertung entschieden wurde. Nicht anders war es Gastgeber Ghana im ersten Halbfinale gegen Pfisters "unzähmbare Löwen" ergangen...

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Die besten Videos des Jahres 2016 
Passant entlarvt angeblichen Beinamputierten

Misstrauisch werden die vermeintlichen Beinstümpfe befühlt. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal