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Sportausrüster: Frankreich sahnt in Zukunft richtig ab

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Fussball - Ausrüsterverträge  

Frankreich sahnt in Zukunft richtig ab

27.02.2008, 14:37 Uhr | sid

Frankreich und adidas - ab 2011 ist dies Geschichte (Foto: imago)Frankreich und adidas - ab 2011 ist dies Geschichte (Foto: imago) Die Equipe Tricolore ist top: Mit den 42,66 Millionen Euro per annum, die der französische Fußball-Verband FFF ab 1. Januar 2011 für siebeneinhalb Jahre von Nike für das Recht kassiert, die französischen Nationalmannschaften ausrüsten zu dürfen, haben die Funktionäre im feinen Bürohaus 87, Boulevard de Grenelle im 15. Bezirk von Paris den Jackpot geknackt. So viel kassiert kein anderer Verband auf der Welt für den Ausrüstervertrag.

Krawalle und marode Stadien Brasilien für WM 2014 noch nicht gerüstet

Puma versorgt Italien

Weltmeister Italien bezieht seine Sportkleidung von Puma. Das in Herzogenaurach beheimatete Unternehmen löste 2003 Kappa ab. Der aktuelle Vertrag läuft seit 2007 bis 2014. In diesem Zeitraum zahlt Puma 16,25 Millionen Euro pro Jahr, wovon zwei Millionen durch Sachleistungen abgegolten werden. Allerdings sind Sonderzahlungen vereinbart: Wird Italien Europameister, muss die Raubtierfirma weitere fünf Millionen Euro locker machen.

In Europa tut sich Nike schwer

In England bringt der 2005 mit Umbro bis 2014 verlängerte Ausrüster-Vertrag der FA jährlich rund 20 Millionen Euro ein - Umbro sponsert auch die Bälle und das neue Wembley-Stadion. Im Herbst letzten Jahres wurde Umbro allerdings von Nike aufgekauft. Und damit kommt die Geschichte zu ihrem Kern. Nike ist zwar seit zehn Jahren Nachfolger von Umbro auf dem Trikot des Rekordweltmeisters Brasilien. Aber in Europa hatte der amerikanische Gigant bislang nicht Fuß fassen können.

"Billige" Brasilianer

Weder Nike noch der brasilianische Verband geben Laufzeit oder Dotierung des 2006 neu abgeschlossenen Ausrüster-Vertrages bekannt. Nach Informationen der französischen Sport-Tageszeitung "L'Equipe" endet der Vertrag 2018. Nike soll jährlich acht Millionen Euro bezahlen, zusätzliche Prämien für Länderspiele in Europa (!). Sollte Brasilien Weltmeister werden, würden jeweils vier Millionen Euro Prämie fällig.

Franzosen nutzen Gunst der Stunde

Das ist natürlich nichts gegen die 42,66 Millionen, die Nike jetzt für das französische Trikot bezahlt. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte eine Offerte von 62,5 Millionen ausgeschlagen. Auch deshalb haben die Franzosen ihr Trikot so frühzeitig ausgeschrieben. FFF-Vizepräsident Noel Le Graet, zuständig für Wirtschaftsfragen: "Nike war mit dem Versuch gescheitert, das deutsche Trikot zu erhalten. Es bestand also die Chance, dass sie groß in Frankreich einsteigen." Adidas hatte in Frankreich 28 Millionen geboten, also drei Millionen mehr, als die Herzogenauracher inklusive Sachleistungen dem DFB ab 2011 zahlen werden. Aber die FFF pfiff auf die Tradition und ging zum Meistbietenden. Adidas rüstete die Equipe Tricolore seit 1972 aus.

adidas bleibt noch Deutschland und Spanien

Außer Deutschland bleibt dem deutschen Sportartikelhersteller von den großen Fußball-Nationen jetzt noch Spanien. Dort läuft der Vertrag noch bis 2014. Offizielle Zahlen gibt es nicht. Marketing-Experten glauben, dass jährlich um die 20 Millionen Euro fließen. Nach 2014 wird es eine Ausschreibung geben, bei der, so der Verband, adidas ein Vorkaufsrecht habe.

Olympique Marseille als Trostpflaster

Was den Verlust in Frankreich betrifft, tröstet man sich in Herzogenaurach mit dem Hinweis, man habe immerhin noch Olympique Marseille. Vom südfranzösischen Verein würden Jahr für Jahr 350.000 bis 400.000 Trikots verkauft - von der französischen Nationalmannschaft nur in WM-Jahren eine halbe Million Stück.

Nation

Ausrüster

Laufzeit

jährlich

Frankreich

Nike

2011 bis 30.6.2018

42,66 Mio.

Italien

Puma

2007 bis 2014

16,25 Mio.
5 Mio. für EM-Titel

England

Umbro

2005 bis 2014

rund 20 Mio.

Brasilien

Nike

2006 bis 2018

8 Mio.
4 Mio. für WM-Titel
Prämien für Länderspiele in Europa

Deutschland

adidas

ab 2011

25 Mio.

Spanien

adidas

bis 2014

rund 20 Mio.

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